16.06.2026 | Aus aktuellem Anlass
Abdullah Ibrahim, einer der bedeutendsten Künstler des afrikanischen Jazz, ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Felix Klopotek würdigte in konkret 2/24 das Album „3“ des Pianisten und Komponisten, der als Dollar Brand berühmt wurde und mit „3“ eine Art Bilanz seines Schaffens vorlegte.
12.06.2026 | Aus aktuellem Anlass
Die 23. Fußball-WM der Männer hat angefangen. In seiner Kulturkolumne für konkret 6/26 stimmt Kay Sokolowsky schon vorm ersten Spiel einen Abgesang auf das Turnier an.
11.06.2026 | Aus aktuellem Anlass
Der Soziologe und Antiimperialist Jean Ziegler ist gestern gestorben. In konkret 6/21 war über ihn zu lesen, dass er, «dessen Aussagen zu Israel von schlichtem Antisemitismus zeugen, mit seiner Einschätzung dessen, was der Norden mit dem Süden anstellt, leider meistens recht» hat.
In konkret 2/20 sprach er darüber, dass «die Restauration des Imperialismus» in Bolivien nicht gelingen würde, weil der «unglaubliche Rückschritt», der sie wäre, nicht hingenommen würde. Heute findet die Restauration unter dem neuen Präsidenten Rodrigo Paz und seinem Versprechen «Kapitalismus für alle» statt. Ziegler wusste um die Folgen: «Elend, Hunger, verseuchtes Wasser, verweigerte medizinische Versorgung, Rassismus usw.», und recht behält er damit, dass die bolivianische Bevölkerung sie nicht hinnimmt.
18.05.2026 | Aus aktuellem Anlass
Mit 85 Jahren ist die österreichische Künstlerin Valie Export gestorben. Martin Büsser würdigte in konkret 2/03 ihre „kritische, reflektierte und keineswegs egomanische Kunst“.
04.05.2026 | Aus aktuellem Anlass
Anlässlich des Todes von Jürgen Habermas findet in der „FAZ“ aktuell eine Debatte darüber statt, ob der Adorno- und Horkheimer-Schüler die Kritische Theorie „vollendet“ oder „abgewickelt“ habe. Zuletzt kam dort am 30. April Christoph Türcke zu Wort, der den Erfolg von Habermas „diesseits und jenseits des Atlantik“ bereits in konkret 5/89 damit erklärt hatte, dass der „Habermassche Dualismus“ „von dem Alpdruck“ entlaste, „den das kapitalistische Herrschaftsverhältnis, neuerdings auch Weltwirtschaftsordnung genannt, ausübt. Und wer hätte solche Entlastung nicht nötig? Wer sehnte sich nicht danach, daß dieser Alp keiner sei? Diese Sehnsucht, für Horkheimer, Adorno und Marcuse eine ständige Versuchung, legitimiert Habermas durch Wissenschaft.“
26.04.2026 | Aus aktuellem Anlass
Am 25. April 1986 explodierte im Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl der Kernreaktor. Große Mengen an Radioaktivität wurden in die Erdatmosphäre freigesetzt. Vierzig Jahre später fordert man lautstark die Rückkehr zur „sauberen“ Atomkraft, über die Hermann L. Gremliza in konkret 6/86 schrieb: „Die wissenschaftliche Erforschung und die wirtschaftliche Nutzung der Atomkraft sind nicht an sich böse. Sie setzen bloß gesellschaftliche Verhältnisse voraus, die jede Mißachtung von Risiken unter finanziellem oder bürokratischem Druck ausschließen. Das verbietet jeden wirtschaftlichen Einsatz, wo safe as possible gleichbedeutend ist mit useless.“