Zeit der sauren Gurken

Zeit der sauren Gurken

Der Dokumentarfilm »Was haben wir gelacht« erinnert an die Misogynie, die bis spät in die neunziger Jahre in den Show- und Comedy-Formaten des deutschen Fernsehens selbstverständlich war. Zugleich wirft er Fragen auf, ohne sie wirklich zu beantworten – zum Beispiel, ob es eine spezifisch weibliche Komik gibt und ob Witze über Frauen generell frauenfeindlich sind. Von Wieland Schwanebeck

Wir sind die Roboter

Wir sind die Roboter

Das utopische Versprechen, das sich einst mit dem Internet verband, ist längst vergessen. Tech-Monopolisten haben das Potential des Cyberspace zur Befreiung von entfremdeter Arbeit zu einer neuen Methode der Ausbeutung pervertiert. Der Autor Cory Doctorow ruft in seinem neuen Buch Enshittification zur Gegenwehr auf. Aber reichen die Mittel, die er vorschlägt? Von Barbara Eder

»Entschuldigung, es ging nicht anders«

»Entschuldigung, es ging nicht anders«

Seit 50 Jahren mischt Punk nicht nur die populäre Musik, sondern die Gesellschaft insgesamt auf und hält sich so zäh wie die Verhältnisse, gegen die er antritt. Gedanken (und ein Geständnis) zum Jubiläum von Benjamin Moldenhauer

Die Visionen der Maschine

Die Visionen der Maschine

Synästhesie, Rollentausch zwischen Betrachter und Objekt, Computer-Stochastik und völlige Überwältigung: Eine Retrospektive in München würdigt die Video-künstlerin Steina Vasulka. Von Katrin Hildebrand

Digital Natives Forever

Digital Natives Forever

Deutschland will eine »digitale Bildung« von Weltformat, während die durchdigitalisierten nordeuropäischen Staaten Tablets, Laptops und KI wieder aus den Schulzimmern
verbannen. Von Jan Miotti

Hoffmanniana

Hoffmanniana

Genie mit Alkoholproblem, Wandler zwischen Traum und Realität, bewundert von Baudelaire, pathologisiert von Freud: der Dichter E. T. A. Hoffmann wurde vor 250 Jahren geboren und ist weiterhin die große Rätselgestalt der deutschen Romantik. Zum Jubiläum gratuliert mit reich verstreuter Gedankenflora Ulrich Holbein