Hermann Peter Piwitts unversöhnlich sanfte Bilanz
Am 15. Januar, wenige Tage vor seinem 91. Geburtstag, ist der große Dichter und Essayist Hermann Peter Piwitt gestorben. Piwitt war einer der wichtigsten Autoren des neuen konkret. Von 1975 bis 2020 verfasste er Hunderte Glossen, Essays, Rezensionen und Feuilletons für das Magazin. Nachgerade legendär ist seine Revue „Piwitts Siebensachen“, in der er meisterlich die Verhältnisse im frisch zusammengewachsenen Deutschland auf Aphorismen wie diesen, in konkret 5/91, brachte: „I., bei der Fahrt durch die Mecklenburgische Seenplatte, die Hände über dem Kopf zusammenschlagend: ‚Mein Gott, das kann ja noch Jahre! dauern, bis das alles mal kaputt ist.‘“
Anlässlich seines 90. Geburtstags sprach Hermann Peter Piwitt in konkret 9/25 mit Kay Sokolowsky über das Leben, das Schreiben und eine Welt, die stets einen Schritt vor- und sogleich zwei Schritte zurück macht. Es sollte sein letztes Interview sein.
Freund des Feindes
Die Bombenangriffe der USA auf den Nordwesten Nigerias stärken die Jihadisten, die sie schwächen sollten. Von Bernhard Schmid
Übergangsjustiz
Sara Meyer über zwei wegweisende Urteile in Kolumbien
The Empire Strikes Again
Die Regierung Trump verschärft die jahrzehntelange Blockadepolitik gegen Kuba.
Schiffe versenken
US-Militärschläge in der Karibik verschärfen die Spannungen mit Lateinamerika.
Zur Erinnerung an Rosa von Praunheim
Der Regisseur, Produzent und Aktivist Rosa von Praunheim ist am 17. Dezember gestorben. Praunheim hat nicht nur auf der Leinwand und im Kampf für die Rechte von Schwulen und Lesben Spuren hinterlassen, sondern auch in konkret. So schrieb er in konkret4/82 eine Würdigung des Romanciers Klaus Mann. Sie ist für Abonnenten im Online-Archiv verfügbar.
Für konkret 10/16 sprach der Ex-Staatsanwalt, Filmkritiker und Schauspieler Dietrich Kuhlbrodt mit Rosa von Praunheim über den Beginn der Schwulenbewegung, über Outing und Provokation, über Dreharbeiten mit schwulen Nazis und seine Unterrichtsmethoden als Filmprofessor. Das Gespräch ist im Folgenden in voller Länge zu lesen.
Israel. Deutschland. Zwei Staaten. Keine Lösung.
Am 22. und 23. Februar 2014 hat konkret im Hamburger Polittbüro eine Tagung zur Lage Israels im Kontext des sogenannten Nahostkonflikts durchgeführt. Zum Abschluß der Tagung diskutierten – moderiert von Hermann Gremliza – Jutta Schwerin, Micha Brumlik, Stephan Grigat und Thomas Ebermann vor 200 Besucherinnen und Besuchern. konkret dokumentierte Auszüge der Debatte in zwei Teilen (in konkret 04/14 und 5/14)
Zum Tod von Tom Lehrer
„Es gibt kaum einen Sänger/Texter, der durch musikalische Brillanz und sarkastische Conference so sehr zu hemmungslosem Gelächter einlädt wie Tom Lehrer.“
Lehrer hatte sich schon 1973 weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen mit der Begründung, dass mit der Verleihung des Friedensnobelpreises an Henry Kissinger politische Satire obsolet geworden sei. Über Lehrers bösartige Lieder schrieb Gisbert Haefs in der konkret-Ausgabe 11/80.
Gärtner zu Gast beim Bock
In Moskau tagte das Internationale Antifaschistische Forum. Wie ernst meinen es die Pro-Putin-Kommunisten mit ihrer Vernetzung?
Zum Tod von Ernst Kahl
Nach langer und schwerer Krankheit ist vergangene Woche Ernst Kahl gestorben.
konkret hat ihm sehr viel zu verdanken: Geniale Titelbilder (wie das von konkret 4/91), komische Gemälde, satirische Grafiken und irritierende Collagen. Nachgerade legendär ist die Beilage »kongretchen«, die Ernst Kahl viele Jahre lang gestaltete.
Gelegentlich schrieb Ernst Kahl auch für konkret. In der Novemberausgabe 2015 zum Beispiel über Wilhelm Busch und dessen berühmteste Figuren, Max und Moritz. Der Text ist auch eine Selbstbeschreibung, denn Kahl verrät hier einiges über seine Ästhetik und seinen Begriff von Komik in der Kunst.









