Zur Verurteilung des kosovarischen „Freiheitshelden“ Hashim Thaci
Hashim Thaci, Mitgründer und langjähriger politischer Führer der kosovarischen „Befreiungsarmee“ UCK, danach Vorsitzender der UCK-Nachfolgepartei PDK, außerdem von 2007 bis 2014 Ministerpräsident, bis 2016 Außenminister, schließlich, bis 2020, Staatspräsident der Republik Kosovo – dieser Hashim Thaci ist vom Kosovo-Sondertribunal in Den Haag zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass Thaci für 96 politische Morde verantwortlich ist, 385 Menschen willkürlich einkerkern, 303 Menschen foltern und 50 weitere grausam misshandeln ließ.
Thaci war während des Kosovo-Kriegs (1999– 2000) und in den Jahren danach der Liebling aller Nato-Regierungen (siehe Bild) und der angeschlossenen Medien. Nur wenige Blätter mochten sich um die zahllosen Vorwürfe wegen Mordes, Korruption, sogar Vivisektion gegen Thaci und die UCK kümmern. Zu diesen wenigen zählte konkret. Hier konnte schon vor Jahrzehnten nachgelesen werden, was das Sondertribunal erst jetzt verkündet hat. In konkret 2/08 schrieb Jörg Kronauer über Thaci, sein Gangster-Regime und die Kumpanei des Westens mit dem kosovarischen „Freiheitshelden“.




