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Literatur Konkret Nr. 31

2006/2007

Mehr Demographie wagen? Die deutsche Familie schlägt zurück

Erscheinungsdatum: 27.10.2006, eingeheftet in KONKRET 10/06.

Heute zeigen wir nicht Eva Herman im 'Hamburger Abendblatt', weder auf Seite 1 noch auf den Innenseiten", verspricht der Chefredakteur am 6. September auf Seite 1 desselben. "Denn so manche von Ihnen haben uns in ca. 45 E-Mails und ähnlich vielen Telefonanrufen eine Botschaft geschickt: 'Nun reicht's aber wirklich. An zwei Tagen hintereinander grinst den nun mittlerweile wenig geneigten Leser das Blondchen Eva an. Da bleibt einem glatt das Knusper-Müsli im Hals stecken. Wer ist denn an den Verkaufserlösen des Buches so beteiligt?' - 'Ich halte es für lächerlich, wenn nicht gar unverfroren, das Buch von Eva Herman im Abendblatt derart zu promoten. Die Mehrheit der Öffentlichkeit ist sicherlich daran nicht interessiert.'" Es sei ganz offensichtlich, so der Chefredakteur weiter: "Manche Menschen, prominent oder nicht, werden von Lesern als nicht authentisch empfunden ... Die einzige Macht, die ein Kritiker hat, ist ein Buch zu verschweigen. In diesem Sinne haben wir Macht gestern und vorgestern nicht genutzt."  
Und bereits einen Tag später hat das "Hamburger Abendblatt" schon wieder gesündigt. Unter der Überschrift "Das 'Abendblatt' lädt zur Diskussion" heißt es wiederum auf Seite 1: "Eva - ein Sündenfall? Die Diskussion geht weiter - jetzt sogar vor Publikum: Im 'Abendblatt'-Center ... treffen am kommenden Donnerstag ... die frühere 'Tagesschau'-Sprecherin Eva Herman und die 'Zeit'-Journalistin Susanne Mayer zum Streitgespräch aufeinander." Und daß die Kämpferin "für eine neue Weiblichkeit" auch an den folgenden Tagen in Wort und Bild (auch) im "Abendblatt" präsent ist, versteht sich von selbst.  
Wie man es richtig macht und was zum Eva-Herman-Prinzip (nicht) zu sagen ist, erklärt der Weiblichkeitsexperte Horst Tomayer in seinem Aufruf zum aktiven Widerstand auf S. 11 dieser Ausgabe. Die Redaktion bittet um rege Beteiligung.
 
LITERATUR KONKRET 2006 untersucht, was die übrigen zahlreichen Neuerscheinungen zu den Themen Mutterglück und Väterleid, Brutmaschinen und Karrierefrauen, Patchworkfamilien und schwarze Pädagogik, Demographie und Altenbetreuung beizutragen haben.
 
Während unser Covergirl natürlich keine andere als Eva Herman sein kann, zieren den Innenteil Impressionen unseres "medialen Lebensabschnittspartners" (Georg Seeßlen): der Familienserie "Lindenstraße". Sie sind, mit freundlicher Genehmigung, dem im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, erschienenen Band Lindenstraße. Tausend Folgen in Text und Bild von Hans W. Geißendörfer und Wolfram Lotze (1.088 Seiten, etwa 6.500 farbige Abbildungen, 99 Euro) entnommen. 

Inhalt

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