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Literatur Konkret Nr. 29

2004/2005

Ab nach rechts - Mit der DDR ins neue Deutschland

Erscheinungsdatum: 24.9.2004, eingeheftet in KONKRET 10/04; beim Verlag auch einzeln erhältlich.

Der Name sei eine Beleidigung der Montagsdemonstrationen der Wendezeit, wettert Wirtschaftsminister Clement über die Neuauflage der Demonstrationen. Während sich im Westen kaum Widerstand regt, gehen in Ostdeutschland Tausende auf die Straße, um gegen den Sozialstaatsabbau der Bundesregierung zu protestieren – so hatten sie sich die Überführung der sozialistischen Sozialpolitik in den Kapitalismus dann doch nicht vorgestellt. Zeigen die neuen Montagsdemonstrationen, daß die ehemaligen DDR-Bürger sich einen »größeren Gerechtigkeitssinn« bewahrt haben, wie Bundestagspräsident Wolfgang Thierse verständnisvoll einräumt?  
Was auch immer dran gewesen sein mag am deutschen Arbeiter- und Bauernstaat – hat, was von ihm bleiben und Teil des vereinten Deutschland werden durfte, die Bundesrepublik zum Besseren verändert? LITERATUR KONKRET 2004 zieht 15 Jahre nach dem Mauerfall eine gesamtdeutsche Bilanz.  
Zahlreiche Neuerscheinungen widmen sich aus Anlaß der Jahrestage von Mauerfall und Staatsgründung der Aufarbeitung resp. Umschreibung der Geschichte, enttarnen Stasiagenten oder schwelgen in Ostalgie. Die Zonenkinder, die auszogen, McDonald’s kennenzulernen und der Generation Golf nachzueifern, entdecken sich selbst als Opfer der Diktatur – und haben, wie Anja Henebury und Magnus Klaue in ihrem Beitrag »Puffreis aus dem ›Unrechtsstaat‹« (S. 4 ff.) zeigen, auch literarisch nicht mehr zu bieten als ihre westdeutschen Kollegen.  
Die Fotos im Innenteil präsentieren DDR-Devotionalien und -Dokumente aus den Archiven des Deutschen Historischen Museums, Berlin. Georg Seeßlens Essay »Idyllen und Ikonen« (S. 10 ff.) über die Ästhetik der DDR und ihrer politischen Elite schmückt ein Foto von Walter Ulbricht beim Rudern aus der besprochenen DVD »Das Politbüro privat«. In Dietrich Kuhlbrodts Text »Anwendung der DDR in der BRD« (S. 20 ff.) über ein halbes Jahrhundert doppeldeutsche Rechts- und Filmgeschichte illustriert ein Foto aus dem »Good Bye, Lenin«-Nachfolgefilm »Kleinruppin forever« die nostalgische Verniedlichung der DDR durch die BRD.

Inhalt

Zum Inhalt des Literatur-Hefts

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Idyllen und Ikonen

Aus dem fotografischen Gedächtnis eines untergegangenen Reiches - von Georg Seeßlen

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Ins Schwarze Loch

Gewinnt das Werk Christa Wolfs dadurch, daß man es nicht liest? Von Rayk Wieland

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