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von konkret

Die ganz große Koalition, trotz ausgedehnter Debatten über Details (»Transitverfahren « oder »Transitzonen«?), vereint unter der Parole »Ausländer raus!«, hat es auf den Titel dieser Ausgabe geschafft. Es muss in Deutschland nicht erst, wie in Italien oder Ungarn, eine faschistische Regierung sein, die die Reste des Humanismus zusammenfegt und erklärt, dass die Vernunft den Tod einiger zehntausend Menschen gebietet – wir können schließlich nicht alle aufnehmen, das Mittelmeer dagegen schon. Bereits vor fünf Jahren stand in der Kolumne des Herausgebers (konkret 11/13), was es mit der europäischen Flüchtlingspolitik auf sich hat:

Es geht nicht darum, wer wie viele aufgenommen hat, wen wer was kostet, es geht nicht um Kontingente, Brot für die Welt und andere Peanuts. Es geht auch nicht nur um unterlassene Hilfeleistung. Es geht um staatlich konzessionierten Mord, Massenmord.

 

Michael Mross, ehemaliger Moderator und Börsenkenner für RTL, NTV und N24 sprach kürzlich auf seinem rechten Internetportal »mmnews« (»Wann kommt Gold?«, »Kommt jetzt Gold?«, »Kein Bock auf Gold«, »Und was ist mit Gold?«) mit Matthias Matussek, der soeben aus der Juli-Ausgabe von konkret erfahren hatte, was er ist: »Der Klerikalfaschist ist ganz frisch«, sagt Matussek, »der Gremliza hat sich das erfunden«. Ausgedacht? Ersonnen? Im Gegenteil: Die schwierige Aufgabe, die hier gelöst wurde, bestand darin, bei Kontakt mit einem wie Matussek gerade nicht die naheliegende Flucht ins Reich der Phantasie anzutreten.

 

Rainer Trampert bittet um den Abdruck eines Textes, den er als Erwiderung auf Gremlizas Kolumne »Trump und Trampert« verfasst hat. Tramperts Text, doppelt so lang wie der, auf den er antwortet, traf nach Produktionsbeginn bei konkret ein. Ihn abzudrukken hätte den Verzicht auf mindestens einen bestellten und eingeplanten Text eines anderen Autors bedeutet; ihn nicht abzudrucken hätte konkret dem Vorwurf ausgesetzt, Tramperts Erwiderung dem Publikum vorenthalten zu wollen. Der Ausweg: Die Redaktion teilt den Leserinnen und Lesern den Eingang des Textes mit und veröffentlicht ihn auf der konkret-Website. Gremliza, von der Redaktion befragt, ob er sich zu Tramperts Text äußern wolle: »Nein. Ich warte noch einmal 27 Jahre, bis Trampert sich dieses Pamphlets so schämt wie heute des antisemitischen Aufrufs von 1991.«

In der Justizvollzugsanstalt Wiesbaden sitzt ein junger Mann wegen geringfügiger Delikte ein. Sein Vater möchte ihm die sechsmonatige Haftzeit etwas erleichtern und bittet konkret um ein kostenloses Gefangenen-Abo. Der Verlag schickt die Juli-Ausgabe, die Tim R. allerdings nicht ausgehändigt wird, da das Heft, so die JVA, »nicht auf dem Boden der demokratischen Grundordnung erstellt ist beziehungsweise dem nicht entspricht«. konkret dankt fürs Lob und schickt die nächste Ausgabe eingeschlagen in einen »Compact «-Mantel.

Wer Gefängnisinsassen konkret zugänglich machen möchte, kann das mittels Spende unter dem Stichwort »Knast-Abo« auf unser Konto (Postbank Hamburg, IBAN DE32 2001 0020 0742 5842 09) oder über ein Soli- Abonnement unter konkret-magazin.de/abo erledigen. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Leserinnen und Lesern, die dies bereits seit Jahrzehnten möglich machen.

 

Zur Erinnerung an den großen Dichter, Schauspieler und Zwischenrufer Horst Tomayer (1938–2013) findet natürlich auch 2018, im Jahr seines 80. Geburtstags, eine Horst-Tomayer-Gedenkradfahrt von Hamburg nach Berlin statt. Die Teilnahme an der Horst-Tomayer-Gedenkradfahrt bedarf keiner Anmeldung, es gibt keine Reiseleitung, jeder und jede fährt nach eigenem Gusto. Die Krückentour startet traditionell am Freitag, also dieses Jahr am 24. August, gegen 9 Uhr in Hamburg. Treffpunkt: Museum für Kunst und Gewerbe, Brockesstraße 4. Kontaktaufnahmen und Absprachen mit anderen Mitfahrern sind über die Facebook- Veranstaltung »Horst-Tomayer-Gedenkradfahrt 2018« möglich.

Im September wird eine Neuauflage von Tomayers legendärem Gedichtband German Poems in der Reihe konkret texte erscheinen.

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