Aktuelles

aboprämie

To watch this video, you need the latest Flash-Player and active javascript in your browser.

Tomayers Video-Tagebuch

No-Go-Area Deutschland

Filmkritiken

Termine

The Killmore Boys

Mehr Rüstung für mehr Weltfrieden.

Von Michael Schilling

Der Beruf des Soldaten ist – wenn er nicht gerade vor einem Kommandeur oder einer Fahne strammsteht – das Töten von Menschen. Weil die heutzutage erwartete Zahl von Leichen mit dem Einsatz von Faust und Faustkeil nicht zu schaffen wäre, braucht er dazu allerlei technisches Gerät: Gewehre, Giftgas, Drohnen, Bomben, Bomber, Atomraketen. Jede zusätzliche Waffe bedeutet, zweckdienlich eingesetzt, ein paar Dutzend, hundert, tausend Ermordete mehr. So allerdings sieht es nur der ideologisch verblendete Pazifist. Die Vernünftigen, embedded in Parlamenten und Redaktionen, sehen es ganz anders, nämlich so, dass jeder neue Bomber, jedes Gewehr, jede neue Drohne, jede Giftgas- und Atomrakete ein paar Dutzend, hundert, tausend, zehntausend Leben rettet.

Und so herrscht unter den Realpolitikern von rechtsaußen (AfD) bis rechtsinnen (SPD) eitel Freude, dass im Jahr 2017 weltweit der Rekordbetrag von 1,74 Billionen Dollar für Soldaten und Waffen ausgegeben wurde. 35 Prozent (610 Milliarden) gaben die Peacemaker der USA aus, 66 Milliarden das kriegslüsterne Russland, das dafür verdienten Spott der Forscher von Sipri erntete: »Sie haben wegen der gesunkenen Einnahmen aus Öl und Gas die Rechnung für ihre ehrgeizigen Wiederbewaffnungspläne nicht zahlen können.« Die einstige Weltmacht Nummer zwei sei sogar auf den vierten Platz hinter die USA, China sowie Saudi-Arabien (69,4 Milliarden, ein Plus von 9,2 Prozent) zurückgefallen. Und liege nur noch knapp vor Indien (63,9 Milliarden).

Das verarmte Rumänien hat seinen Rüstungsetat um 50 Prozent (auf vier Milliarden Dollar) gesteigert, mehr als jeder andere Staat. Andere Staaten an der Grenze zu Russland taten, was sie konnten: Litauen und Lettland legten um jeweils 21 Prozent zu, Polen um 42 Prozent. Deutschland machte ein Plus von 3,5 Prozent (auf 44,3 Milliarden Dollar), noch hinter Großbritannien (47,2 Milliarden) und Frankreich (57,8 Milliarden).


 

Zurück