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Tomayers Video-Tagebuch

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von konkret

»Keine Angst vor der Wahrheit« hat der »Spiegel«. Das mag sein, psychische Gegebenheiten sind schwer zu überprüfen. Einfacher ist es mit denen des Intellekts, in denen das Deutschlandmagazin sich von den anderen Medien nicht unterscheidet und deshalb die Kapitulation des Realsozialismus und die Vereinigung der Deutschen über Jahrzehnte feierte wie nicht gescheit. Nun, nach dem Beginn von hundert kleinen Kriegen und am Vorabend des ganz großen letzten lässt sich sagen, dass konkret-Leserinnen und -Leser in all der Zeit mehr gewusst haben:

Erst wenn es mit Gewissheit niemandem mehr nützen kann, wird man zu erkennen beginnen, welch seltenen Glücksfall die Existenz der sozialistischen Staaten bedeutet hatte: nicht für den Sozialismus oder Kommunismus, sondern bloß für Verhältnisse auf der Welt, die trotz aller Kriege und Nöte, die sie mit sich brachten, leidlich friedlich und für den größeren Teil der Menschheit gerade noch erträglich waren, weil sie, solange die Imperialisten nicht allein herrschten, fast jedem, auch dem schärfsten Gegner des »bürokratischen Stalinismus «, noch eine Hoffnung ließen. Verglichen mit denen, die nun unabwendbar sind, werden die Verhältnisse, die endlich beseitigt wurden, bald paradiesisch erscheinen.

Aus der Kolumne des Herausgebers, Mai 1991. 14 Jahre später, im April 2005, wusste es auch Putin: »Das Ende der Sowjetunion ist die größte geopolitische Katastrophe des Jahrhunderts.« Ob es der »Spiegel«, weitere 13 Jahre später, auch schon weiß?

 

Am 21. April erhielt konkret-Kunstkritiker Radek Krolczyk (siehe Seite 42) den Art-Cologne- Preis für Kunstkritik 2018 der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine. Der Autor bewahre stets »seine Distanz zu den Zentren des Kunstbetriebs«, heißt es in der Begründung. »Dabei greift er häufig politische Themen auf, ohne sie gegen die Kunst auszuspielen. So entsteht eine präzise, unaufgeregte Kritik, die große Gesten zugunsten einer beharrlichen Auseinandersetzung vermeidet. « Über Facebook schickte der Preisträger »großen Dank meinen Redakteurinnen und Redakteuren, besonders Marit Hofmann …«

 

Im Anschluss an Thomas Ebermanns und Hermann L. Gremlizas Auftritt im Haus Zwei im Freiland Potsdam (»Die Lesung war sonderschön «) schreibt der Veranstalter Ulrich Jahnke von Der Partei Brandenburg: »Das wäre doch was für eine Lesung im Haus Zwei: krieg & frieden von Michael Schilling, oder?« Weil die Frage nach einem Auftritt von Schilling schon einmal gestellt wurde, sei weiteren vorgebeugt: Der Autor lebt und arbeitet im Zonenrandgebiet. Er verlässt seine über alles geliebte Heimat nie.

 

Zum 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels schreibt Alex Feuerherdt in dieser Ausgabe (Seite 18): »Immer noch gilt, dass Israel sich keine militärische Niederlage leisten kann, ohne seine Existenz zu gefährden.« 2001 erschien, herausgegeben von Hermann L. Gremliza, der Band Hat Israel noch eine Chance? (konkret texte 29). Er informiert über die Geschichte des Nahost-Konflikts, befasst sich mit dem islamistischen Fundamentalismus und mit dem grassierenden Antisemitismus – auch auf seiten der deutschen Linken. An Relevanz hat die Frage, die der Buchtitel stellt, bis heute nicht verloren. Restexemplare sind über den Verlag (verlag@ konkret-magazin.de) oder über unsere Homepage (konkret-magazin.de) erhältlich.

 

Radio Corax hat auch aus dem zweiten Teil von Marit Hofmanns Bericht über den G20- Gegner Fabio V. ( 4/18) ein Radiostück gemacht.

 

 

Veranstaltungen: Im Jahr des 80. Geburtsund fünften Todestags des Endreimpoeten, Schauspielers und konkret-Kolumnisten Horst Tomayer tragen seine Redakteurin Marit Hofmann, sein Schauspielkollege Christoph Hofrichter und sein Leibregisseur Fritz Tietz das »Wort Hottes« weiter in die Welt: Am 3. Mai um 20 Uhr in Esslingen an der Württembergischen Landesbühne, Strohstraße 1, und am 4. Mai um 19 Uhr im Museum Fürstenfeldbruck, Fürstenfeld 6, in der Nähe von Tomayers bayerischem Heimatort Grafrath. Interessierte Veranstalter melden sich bei der Redaktion.

 

 

Unter dem Titel »Heimat, die ich meide « präsentiert konkret am 1. Mai um 20 Uhr einen Abend mit Thomas Ebermann, Thorsten Mense, Alexander Nabert und Lisa Politt, moderiert von Fritzi Busch und Philipp Schmidt. Die Veranstaltung findet im Hamburger Polittbüro, Steindamm 45, statt.  

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