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Der Ballon, geplatzt

Wie der Forschungsverbund SED-Staat Opfer des DDR-Grenzregimes erfindet.

Von Michael Schilling

Dass die »Tausenden Opfer von Mauer und Todesstreifen«, mit denen der Leitartikel und seine Politiker bis heute hausieren gehen, gelogen sind, wussten die Lügner wie die Belogenen. 2012 wollte Kulturstaatsminister Bernd Neumann sich die Zahl durch die zuverlässigen Herren Klaus Schroeder und Jochen Staadt vom Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität (FU) »wissenschaftlich « bestätigen lassen. Trotz großen Eifers konnten sie für die 650.000 Euro, die Neumann zahlte, aus vierzig Jahren DDR nur 327 von den Tausenden Opfern des Grenzregimes finden.

Nun weist schon die Formel »SED-Staat« den Verbund als einen aus, der mit irgendwelcher Wissenschaft nichts, mit Propaganda alles zu tun hat. Die Prüfung der Akten ergab denn auch, dass auf Schroeder/Staadts Opferliste DDR-Offiziere stehen, die Suizid begangen haben, ein in Moskau hingerichteter Waffen-SS-Mann, der vor Kameraden mit seinen Morden an Russen geprahlt hatte, Volkspolizisten, die Opfer eines Amoklaufs wurden, ein alkoholkranker Major, der Suizid verübt, ein Unterleutnant, der sich nach einem Streit mit seiner Exfrau erhängt hat, ein psychisch kranker Gruppenführer und so fort. Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die vor einem Jahr die »Studie« mit großem Brimborium vorgestellt hatte, will jetzt »prüfen lassen« (wie sie aus dieser Blamage herauskommt? Die Medien werden ihr schon helfen). Noch offen ist, ob die Bundeszentrale für politische Bildung die 2.000 Exemplare des von ihr gesponserten Buches schreddert oder für politische Bildung in Afrika nutzt.

Michael Schilling

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