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von konkret

Deutsche Stimme

Zur Feier der Konfirmation des Joachim Gauck als Ersatzkaiser des Vierten Reichs der Deutschen stellt KONKRET diese Ausgabe unter die Maxime, die auch künftig die Arbeit der Zeitschrift bestimmen wird:

Was Deutschland rührt, wird hier geschüttelt.

Näheres über das schwarzbraune Biotop der Gauckler finden Sie in der Kolumne des Herausgebers, bei Kay Sokolowsky, Florian Sendtner, Erich Später und in Gremlizas Gespräch mit Beate Klarsfeld auf den Seiten 8 bis 21.

Deutsche Treue

Jutta Ditfurth und ihrem stabilen Magen, der ihr erlaubte, sich beim Jungscharführer Lanz mit den Herren Hirschhausen und Karasek in ein Studio zu setzen, ohne Schaden an ihrer Gesundheit zu nehmen, ist die Erinnerung zu danken, daß Prinzipielles über den Bedarf der Politik an Pastoren schon vor dreißig Jahren gesagt werden konnte. Nachdem die Herren KennenSieden? über einige ihrer Lieblingswitze ebenso ausdauernd wie exklusiv hatten lachen müssen (siehe dazu S. 41), drängte Lanz Jutta Ditfurth, die wegen abfälliger Bemerkungen über den heiligen Gauck geladen war, auch mal einen rauszutun. Die ließ sich nicht lumpen:

Ein Witz, der ist so was von aktuell – ich klau den jetzt bei dem klugen Hermann Gremliza. Der hat vor vielen Jahren gesagt: Bei aufziehendem Gewitter fliegen die Pfaffen tief.

Wortlaut in der Kolumne 12/81: »Bei guter Witterung findet die Religion im Wort zum Sonntag und auf der Lohnsteuerkarte statt. Zieht aber ein Gewitter auf, fliegen die Pfaffen tief.«

Deutsche Wirtschaft

Im letzten November war hier ein Brief des Wirtschaftsrats der CDU an die Geschäftsleitung KVV KONKRET GmbH & Co. KG zitiert worden, in dem der »sehr geehrte Herr Gremliza« von einem »Bundesbeauftragten« darüber informiert wurde, daß er im Rahmen der Unternehmensoffensive für eine Aufnahme in den Wirtschaftsrat vorgeschlagen worden sei:

Unser Mitglied, Herr Karl-Eberhard Hunke, hat in seiner Funktion als Landesbeauftragter das Mandat übernommen, Sie in einem persönlichen Vier-Augen-Gespräch über die Kooperation des Wirtschaftsrates mit der Politik und über die konkrete und nachhaltige Einflußnahme in politische Entscheidungen zu informieren. Herr Hunke steht Ihnen am 7. und 8. September für ein Treffen in Ihrem Unternehmen gerne zur Verfügung und kann Ihnen bei dieser Gelegenheit auch einen konkreten Einblick über die Erfolge und Strukturen des Wirtschaftsrates vermitteln.

Jetzt beschwerte sich der Landesbeauftragte, freilich nicht bei seinem Bundesbeauftragten:

Sehr geehrter Herr Gremliza,

heute werde ich auf eine Veröffentlichung auf Ihrer Website aufmerksam gemacht. Dort zitieren Sie aus einem persönlich an Sie gerichteten Schreiben des Wirtschaftsrats, vertreten durch den Bundesbeauftragten, an Sie bzw. Ihren Verlag. Auch wenn ich mir die persönliche Anmerkung erlauben darf, daß der Umstand, der zur Auswahl Ihrer Person führte, sicherlich einen nicht jeder Komik entbehrenden Hintergrund haben dürfte, werden mit der Veröffentlichung meines Namens auf Ihrer Website die einschlägigen Persönlichkeitsrechte verletzt.

Ich bin als Unternehmer und langjähriges Mitglied des Wirtschaftsrats nicht in Kenntnis darüber gesetzt, wen der Verband im Einzelnen anschreibtund wem ich gerne zur Verfügung stehe, daher trage ich hier auch keinerlei Verantwortung.

Das tun Beauftragte, ob des Bundes oder des Landes, eigentlich nie.

Es dürfte klar sein, daß ich keine Person des öffentlichen Lebens bin und mir insofern ein weitgehender Schutz meiner privaten Sphäre zusteht. Derartige Veröffentlichungen muß ich nicht hinnehmen. Daher darf ich Sie freundlich auffordern, meinen Namen aus dieser Veröffentlichung umgehend zu entfernen, mir dieses zu bestätigen und habe mir hierzu eine Erledigungsfrist bis zum Donnerstag, 15. März 2012, notiert. Falls die Frist fruchtlos verstreicht, werde ich die Sache an meine Anwälte abgeben müssen, gehe jedoch bisher davon aus, daß mit der Veröffentlichung meines Namens keine böse Absicht verbunden war und es sich um einen Lapsus handelt.

Als Entschuldigung für das Versehen Ihrer Redaktion würde ich mich zu einer Einladung für ein Abendessen mit Ihnen und Sahra Wagenknecht freuen; von meiner Seite würde ich dann versuchen, meinen porschefahrenden Ski-, Gourmet- und Nobelherbergen-Spezi Klaus Ernst mitzubringen.

Gern höre ich von Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen/with best regards

Karl-Eberhard Hunke

Pinstripe Management GmbH, Hamburg

Scheint nicht so recht ausgelastet, der Herr Hunke, daß er, neben seinen Tätigkeiten als Pinstripe-Manager und als Koberer für den CDU-Wirtschaftsrat, Zeit für so längliche Schriftstücke hat, in denen dennoch kein Platz für die Einsicht war, daß es persönliche Schreiben an Leute, die man nicht von Person kennt, nicht gibt, daß er sich wegen unerwünschter Öffentlichmachung seines Namens allein an seinen Bundesbeauftragten wenden könnte und daß es einen Eingriff in die Privatsphäre eines ihm unbekannten Adressaten bedeutet, diesen mit original Skatspielerscherzen vom CDU-Stammtisch zu belästigen.

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