Aktuelles

tl_files/hefte/2019/abo0919start.jpg

To watch this video, you need the latest Flash-Player and active javascript in your browser.

Tomayers Video-Tagebuch

No-Go-Area Deutschland

Filmkritiken

Termine

Sing mei Sachse, sing

Philipp Schmidt über den neuen Sängerkrieg im Osten 

Was für Sorgen hat der einzige linke Ministerpräsident Deutschlands in Thüringen? »Ich würde mir wünschen, dass wir eine wirklich gemeinsame Nationalhymne hätten.« Haben »wir« keine? »Ich singe die dritte Strophe unserer Nationalhymne mit, aber ich kann das Bild der Nazi-Aufmärsche von 1933 bis 1945 nicht ausblenden«, sagt Bodo Ramelow. Das Bild von Nazi-Aufmärschen nicht ausblenden zu können ist in Thüringen ein verbreitetes Phänomen – manchmal genügt dort ein flüchtiger Blick aus dem Fenster.

Aber Ramelow meint es mit der Hymne ganz ernst. Er will einen Text, »der so eingängig ist, dass sich alle damit identifizieren können und sagen: Das ist meins.«

Von drüben aus Sachsen kommt Einspruch. Der dortige Ministerpräsident Michael Kretschmer singt die deutsche Nationalhymne gern und versteht die Aufregung nicht. Der CDU-Politiker verbindet mit dem Lied den »großartigen Teil« der deutschen Geschichte, also »die friedliche Revolution, Helmut Kohl und die deutsche Einheit«.

Er hat leicht reden. Sachsens Kretschmer hat es als CDU-Mann auch nicht nötig, den PDS-Hinterbliebenen irgendwelche Avancen zu machen. Und Bodo? Bodo baggert noch.

 

Zurück