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Tomayers Video-Tagebuch

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Filmkritiken

Termine

Aus aktuellem Anlass

03.07.2019 15:21

Stefan Ripplinger über "Kommunistische Kunst"

Stefan Ripplinger im Gespräch mit Jürgen Kiontke über Kommunistische Kunst:

"Die Referenz, also der Verweis, ist oft das, was Werk und Welt miteinander verbindet. Klassisches Beispiel: Napoleon bei Stendhal. Ist das die historische Gestalt, ist es eine Fiktion? Wie funktionieren Referenzen im Alltag? Wo gehen sie ins Leere, wo stellen sie unmögliche Verbindungen her? Das sind die Fragen, die ich mir stelle. Ich möchte die ästhetische Dimension unseres Tuns und Lassens bewusst machen. Da wird das, was, pragmatisch gesehen, nicht funktioniert, zu etwas, was, ästhetisch gesehen, fantastisch funktioniert. Missverständnisse, Kalauer, Überschüsse, Späße, Fehler, Tragisches – das ist alles Material des Ästhetischen. Neukölln ist voll davon, ein wahres Wunder. Ich betrachte halt nicht ein Werk, sondern seinen Gebrauch. Das Werk spricht bei mir erst, wenn es gebraucht wird. Völlig neu ist das allerdings nicht. Wenn sich Marcel Duchamp mit Ludwig Wittgenstein zum Tee verabredet hätte, hätten sie wohl auch so darüber gesprochen."

Zum Interview in der Taz

Ripplingers neues Buch Kommunistische Kunst kann im konkret-Shop erworben werden.

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03.07.2019 10:01

"Das Verbindende zur Sprache bringen, ohne dabei das Besondere zu übersehen"

Interview mit den „Outside the box“-Redakteurinnen Constanze Stutz und Kimey Pflücke über Identitätspolitik, die populären Feministinnen Laurie Penny und Margarete Stokowski, feministisches Geschichtsbewusstsein und das zehnjährige Bestehen ihrer Leipziger Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik

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27.06.2019 11:16

Totengräber

Auf dem Weg aus der Halb- in die Vollbarbarei: die Karriere des Brexit-Politikers Nigel Farage. Von Bernhard Torsch

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24.06.2019 14:12

Eintrittspreis für den Frieden

"Lebenslang ein Kindskopf“ - unter solchen Überschriften erscheinen Artikel zum hundertsten Geburtstag von Eugen Oker. Nicht dass es falsch wäre; der am 24. Juni 1919 im oberpfälzischen Schwandorf geborene und 2006 in München gestorbene Schriftsteller war wirklich u.a. ein Spielenarr, er faltete mit Frau und Kindern 1977 Papierschiffchen und ließ sie am 7.7.1977 am Chiemsee vom Stapel, solche Sachen: wunderbare Kindereien, verfolgt mit Ernsthaftigkeit und Beharrlichkeit. Nur führt das Prädikat „Kindskopf“ dennoch in die Irre. Denn zuallererst ist Eugen Oker ein Schriftsteller, den man noch viele hundert Jahre lesen wird, weil er seine Zeit und sein Land (und natürlich auch sich selbst) so wahrheitsgetreu beschrieben und so gnadenlos analysiert hat wie kaum sonstwer. Man muss nur zwei oder drei der seit seinem Tod endlich nachgedruckten Bände in die Hand nehmen. Etwa „Zahlbar nach dem Endsieg“ (2008), dessen vier Kapitel „Nach Paris“, „Nach Moskau“, „Nach Hause“ und „Nachher“ überschrieben sind, oder „...und ich der Fahnenträger“ (2010), ein „negativer Erziehungsroman“, in dem ein Jugendlicher in den Jahren 1932 bis 1936 erklärt, warum er die Hitlerjugend so rundum überzeugend findet; der Hauptgrund ist der, dass Eltern und Lehrer zwar keine Hitleranhänger sind, sich aber auch nicht dazu entschließen können, den Nazis etwas entgegenzusetzen. Zum runden Geburtstag ist nun, wieder im kleinen, aber feinen Lichtung Verlag in Viechtach im Bayerischen Wald der Band „Lebensfäden“ erschienen, in dessen letztem Kapitel eine Wallfahrt zum Obersalzberg aus der Perspektive eines Hitlerjungen enthalten ist, die von der Komik her in die Kategorie von Lubitschs „Sein oder Nichtsein“ gehört. Nachfolgend zum Hundertsten von Eugen Oker noch einmal der 2006 in konkret erschienene Nachruf von Florian Sendtner auf ihn.

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24.06.2019 13:11

Nazis in Uniform

"Denn natürlich bilden Polizei wie Militär Auslesen, die man nicht gut positiv nennen kann. Bewerber müssen ja doch Spaß daran haben, Menschen Gewalt anzutun, bis hin zu Mord und Totschlag." Hermann L. Gremliza über die rechte Staatsgewalt in konkret 2/19

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