»Für die meisten war er ein Politclown«

Vor zehn Jahren starb der Aktionskünstler und Regisseur Christoph Schlingensief. konkret sprach mit Bettina Böhler, die in den neunziger Jahren zwei seiner Filme, »Terror 2000« und die »120 Tage von Bottrop«, montiert und jetzt den Dokumentarfilm »In das Schweigen hineinschreien« über Schlingensief gedreht hat, der in diesen Tagen im Kino startet.

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„Emotionale Befindlichkeiten“

Mit dem Buch Streitfall Antisemitismus hat der Historiker Wolfgang Benz einen Sammelband vorgelegt, der den Zweck verfolgt, den hiesigen Judenhass zu relativieren. Wie der Antisemitismus-Experte Benz den Gegenstand seiner Forschung schlicht abschafft, beschrieb Tom Uhlig im Februar 2019 in einem Beitrag für konkret-online.

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Alles Lüge 

Wegen Folter und Mordes hat ein Sondertribunal in Den Haag Anklage gegen den Präsidenten der Republik Kosovo, Hashim Thaçi, erhoben. Dass der vom Westen hofierte ehemalige UÇK-Kommandant ein Verbrecher ist, hat seiner politischen Karriere nicht geschadet – im Gegenteil. Ralf Schröder schrieb in konkret 02/11 anlässlich eines Berichts des Europarats über den Fall Thaçi.

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Empathy for the devil 

In seiner Ausgabe vom 7. Dezember 2019 zitierte der „Spiegel“ aus einem Beitrag von Tom Uhlig aus konkret 10/19, der sich mit dem Rechstpopulismus-Buch der Soziologin Cornelia Koppetsch befasst. Daraufhin merkte die konkret-Redaktion im Editorial der Ausgabe 1/20 an:

„Auch den Hinweis, dass Koppetsch bis 2015 einen Mitarbeiter beschäftigte, der heute Sprecher der AfD Berlin-Mitte ist, verdankt der „Spiegel“ der konkret-Kulturkolumne von Tom Uhlig aus der Oktober-Ausgabe. In Ungnade beim deutschen Feuilleton fiel Cornelia Koppetsch aber selbstverständlich nicht wegen ihrer von Uhlig beschriebenen politischen Nähe zum eigenen Forschungsgegenstand, sondern weil die Soziologin nicht sorgfältig genug zitiert hat und im Buch manche Quelle unterschlägt. Cornelia Koppetsch - ein Opfer des Systems der wissenschaftlichen Correctness.“

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Dämmen und dämmern

Es ist atemberaubend. Während der Staat mit zunehmend autoritären Maßnahmen auf die Corona-Pandemie reagiert, sehen einige schon das Ende des Kapitalismus – zumindest in seiner neoliberalen Ausprägung – gekommen. Von Christian Meyer

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Bestens integriert

Die etablierte Politik will mit den Nazis von der AfD nichts zu tun haben? Von wegen. Sie hat die Zusammenarbeit mit ihnen längst institutionalisiert. Ein Überblick von Peer Heinelt

Am 25. November vergangenen Jahres ließ der AfD-Bundestagsabgeordnete Tobias Peterka via Facebook wissen: »Die saft- und kraftlose CDU knickt wieder ein – nicht einmal der langjährige DPolG-Chef Rainer Wendt kann als Staatssekretär in Sachsen-Anhalt durchgesetzt werden. Wen mag das noch wundern?« Peterkas Häme ist durchaus nachvollziehbar,

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»Ich will weder Beruf noch Familie«

Frauen zählen zu den besonderen Verlierern der Pandemie und der Anti-Corona-Maßnahmen. konkret sprach darüber mit der freien Publizistin und Redakteurin der Theorie-Zeitschrift »Exit! Krise und Kritik der Warengesellschaft«, Roswitha Scholz

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Hinter Gittern

Als die Stadt Göttingen einen Hochhauskomplex an der Groner Landstraße 9 abriegelte, war das Virus nur der vorgeschobene Grund. Von Stefan Walfort

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Wahnsystem Feuilleton

Am 13. Juni ist Jörg Schröder, Publizist und Gründer des März-Verlags, gestorben. In konkret 6/04 sprach Jürgen Roth mit Schröder, der durch spektakuläre Publikationen und Aktionen für Wirbel sorgte und seit 1990 zusammen mit Barbara Kalender dreihundert Subskribenten mit der Serie »Schröder erzählt« beglückt hat, über den Literaturbetrieb und Skandale im Feuilleton.

 

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Mit dem Schöpfungsbericht unterm Hosenträger

Am 23. April ist Norbert Blüm, Ex-Arbeitsminister und "das soziale Gewissen der CDU" (Deutschlandfunk), gestorben. In konkret 4/1985 schrieb Wolfgang Schneider über Ideologie und Praxis des Blümschen Um- und Abbaus des Sozialstaats.

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Nachfrage

Heute vor 50 Jahren legten Unbekannte Feuer im Wohnheim der Israelitischen Kultusgemeinde München. In konkret 2/17 schrieb Olaf Kistenmacher über den damaligen Stand der Ermittlungen und das Desinteresse der Linken an den Münchner Vorfällen.

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»Die Russen sind da«

Im Januar 1945 erobert die Rote Armee das oberschlesische Industriegebiet und befreit die Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Erich Späters zweiundzwanzigster Teil einer unregelmäßigen Serie aus Anlass des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion und seiner Konsequenzen (aus konkret 2/2015)

Im Herbst 1944 war die Sommeroffensive der Roten Armee an der Weichsel, vor Warschau und an der Grenze Ostpreußens zum Stehen gekommen. Die sowjetischen Truppen hatten allein auf ihrem Vormarsch durch Polen über eine Million Soldaten (getötet, verwundet, vermisst) verloren. 

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