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konkret texte 70 

Manfred Sohn: Falsche Feinde. Was tun gegen die AfD? Ein alternativer Ratgeber (konkret texte 70)

Dieses Buch behandelt eine Reihe von Fragen, deren Beantwortung beim Kampf gegen sogenannte rechtspopulistische Formationen wie die »Alternative für Deutschland« hilfreich ist: Wo liegen die Wurzeln dieser Partei? Gibt es ein Netzwerk, auf das sie sich außerhalb ihrer eigenen Mitglied- und Wählerschaft stützen kann? Welche Verbindungen hat sie zu politisch ähnlich ausgerichteten Gruppierungen in anderen Ländern? Was charakterisiert die Programmatik der AfD? Wer sind ihre Wähler/innen? Welche Funktion erfüllt sie gegenwärtig im bürgerlich-parlamentarischen Parteiensystem, und gibt es Hinweise auf ihre mögliche künftige Funktion in diesem Gefüge? Vor allem aber: Welche Maßnahmen taugen zu ihrer Bekämpfung und welche taugen dazu nicht?

Christoph Butterwegge, Gudrun Hentges, Gerd Wiegel: Rechtspopulisten im Parlament

»›Wir werden uns unser Land und-unser Volk zurückholen‹, sagte der-Spitzenkandidat Gauland beim Einzug in den Reichstag, und wenn Nazis unser sagen, meinen sie unser, wenn sie zurück sagen, meinen sie zurück: zu der Zeit, als das Reich und das Volk mit Haut und Haar ihnen gehörten.« Das schrieb Hermann L. Gremliza im November 2017 in seiner Kolumne. Seit fast einem Jahr sitzt die Nazi-Partei im Bundestag und ist seitdem ihrem Ziel ein gutes Stück nähergekommen.

Das Buch Rechtspopulisten im Parlament analysiert, wie die Propaganda der AfD funktioniert und warum es fatal wäre, die Partei zu unterschätzen. Dabei erklären die Rechtsextremismusforscher/innen Christoph Butterwegge, Gudrun Hentges und Gerd Wiegel, wie eine Normalisierung der parlamentarischen AfD-Repräsentanz verhindert werden kann.

Ronald Weber: Peter Hacks. Leben und Werk

Es schadet nicht, es in unseren Zeiten zu halten wie Peter Hacks in seinen: »Sehn wir nachher beim Glenfiddichtrinken / Hinterm Dachfirst die Epoche sinken.« Hacks war Essayist, Lyriker, Kommunist, konkret-Autor, Dramaturg, Theoretiker, Verächter der Romantik, Freund der Klassik. Einmal sagte er, was gegen den Tod spricht: »Man kann dort nicht mehr rauchen«, mehr als einmal sagte er, was für die Revolution spricht. Und, lakonisch: »Verschiedenes, das für die Menschheit spricht / entfiel mir jüngst, und ich erwähn es nicht.«

Ronald Weber hat mit Peter Hacks. Leben und Werk einen Band vorgelegt, der zahlreiche neue Fakten zusammenträgt, aus Briefwechseln, Archivmaterial und Gesprächen mit Wegbegleitern des Autors. Das Buch handelt von Hacks’ Literatur, von seinen Arbeitskontakten, von seinen Freundschaften, den lebenslangen und den aufgekündigten, und von seinen Lieb- und Leidenschaften.

 

Tom Segev: David Ben Gurion. Ein Staat um jeden Preis

David Ben-Gurion, geboren als David Grün 1886 im Russischen Reich, engagierte sich schon früh für den Zionismus und die Unabhängigkeit eines jüdischen Staates. Am 14. Mai 1948 ging der Traum in Erfüllung, und Ben-Gurion verlas die israelische Unabhängigkeitserklärung. Ein Jahr später wurde er erster Premierminister des jüdischen Staates. Das Hauptmotiv des politischen Engagements Ben-Gurions war stets, Israels Existenz in einer den Juden und Jüdinnen feindlich gesinnten Umgebung um jeden Preis zu sichern.

Der israelische Historiker und Journalist Tom Segev hat mit David Ben-Gurion. Ein Staat um jeden Preis eine Biografie und zugleich eine Geschichte Israels im 20. Jahrhundert geschrieben. Segev setzt sich darin mit Ben-Gurions politischem Lebensweg, der israelischen Staatsgründung und der Geschichte und Gegenwart des sogenannten Nahostkonflikts auseinander.

Alex Feuerherdt, Florian Markl: Vereinte Nationen gegen Israel

»Es ist höchste Zeit, dass sowohl die Uno – insbesondere ihr Menschenrechtsrat – als auch NGOs wie Human Rights Watch, Amnesty International und das Palestinian Center for Human Rights nicht länger als den Menschenrechten verpflichtete Institutionen angesehen werden, denen an einer Beilegung des Nahostkonflikts gelegen ist, sondern als Konfliktparteien, die an der Perpetuierung des Krieges gegen Israel schon deshalb interessiert sind, weil dies ihre Existenz und ihre Pfründe sichert.« Alex Feuerherdt, der dies in konkret 11/09 schrieb, hat jetzt zusammen mit dem Politikwissenschaftler Florian Markl das Buch Vereinte Nationen gegen Israel. Wie die Uno den jüdischen Staat delegitimiert veröffentlicht.

Wie kein anderes Land steht Israel immer wieder am Pranger dieser Institution. Der UN-Menschenrechtsrat etwa hat Israel in seinen Resolutionen häufiger verurteilt als alle anderen Staaten dieser Welt zusammen. Vom UN-Teilungsplan 1947 über den Aufstieg der PLO bei den Vereinten Nationen bis hin zur Propaganda der Gegenwart beschreiben die Autoren das Verhältnis der Uno zum jüdischen Staat. Sie liefern dabei eine Vielzahl von Belegen für ihre abschließende Einschätzung: Die UN seien die größte antizionistische Organisation der Welt.

Jörg Kronauer: Meinst du, die Russen wollen Krieg?

»Stoppt Putin jetzt!«, brüllte das Deutschland- Magazin »Spiegel« bereits im Juli 2014 auf seiner Titelseite. Seitdem hat sich die antirussische Stimmung hierzulande und in den Teilen der Welt, die sich »dem Westen« zurechnen, eher noch verschärft. Der Teufel Putin wird an alle Wände gemalt. »Putins Hacker« (»Die Welt«) hätten Donald Trump zum US-Präsidenten gemacht, der britische Außenminister Boris Johnson hielt es für »überwältigend wahrscheinlich«, dass Putin höchstpersönlich »die Benutzung eines Nervengifts auf den Straßen Großbritanniens, auf den Straßen Europas«, angeordnet hat. Und gemeinsam mit Syriens Staatsoberhaupt Assad habe Russland den Einsatz von Giftgas gegen das »syrische Volk« zu verantworten.

Weder die aktuelle russische Außenpolitik noch die gegenwärtige antirussische Hetzkampagne des Westens sind ohne eine Analyse der historischen Entwicklung des Konflikts zu verstehen – einer Geschichte, die schließlich in den zweiten Kalten Krieg mündet. In seinem Buch Meinst du, die Russen wollen Krieg? zeichnet Jörg Kronauer die Stränge dieser Entwicklung nach und fragt, welche Interessen der Westen gegenüber Russland und welche Pläne die russische Regierung verfolgt.

Dietmar Dath: Karl Marx. 100 Seiten

Zum 200. Geburtstag von Karl Marx werden die Deutschen, die der Gesellschaftskritiker und Drittplazierte im ZDF-Ranking der »Größten« dieses Landes am liebsten verspottete, mal wieder allerhand Kitsch und Gedankenmüll über das Marxsche Werk kippen. Der »Prophet mit Bart« (»Zeit«) wird wahlweise als Vordenker des Stalinismus, als Ökonom, der »mit dem Kapital total daneben lag« (»FAZ«) oder als »anmaßender, selbstmitleidiger, rachsüchtiger Widerling« (»Süddeutsche Zeitung «) verhöhnt.

Eine Veröffentlichung tanzt aus dieser Reihe. Dietmar Dath macht in seinem Band Karl Marx. 100 Seiten nicht den Fehler zu fragen, ob Marx mit diesem oder jenem nun recht hatte oder nicht. Er beantwortet vielmehr scharfsinnig und unterhaltsam die Frage: Was können wir heute von der Methode Karl Marx’, von seiner Art zu denken lernen?

KPD-Verbot 

Josef Foschepoth: Verfassungswidrig! Das KPD-Verbot im Kalten Bürgerkrieg

»Wie rechtsstaatlich war die Bundesrepublik in der Zeit des Kalten Bürgerkriegs in Deutschland?«

Das KPD-Verbot, das das Bundesverfassungsgericht am 17. August 1956 verkündete, hinterließ sogar bei den damals involvierten Juristen ein flaues Gefühl. 1967 räumte der Verfassungsrichter Herbert Scholtissek ein, dass der Antrag auf Feststellung der Verfassungswidrigkeit der KPD, so Foschepoth, »gar nicht so schlüssig begründet gewesen sei und unter heutigen Verhältnissen keinerlei Aussicht auf Erfolg mehr hätte«. In Verfassungswidrig! Das KPD-Verbot im Kalten Bürgerkrieg beschreibt Josef Foschepoth eine Bundesrepublik, in der der Nationalsozialismus heftig nachwirkt, ein neuer Nationalismus erstarkt und ein Kalter Bürgerkrieg die Rechtsstaatlichkeit unterminiert.

 Schiffe tuten auf dem Meer

Schiffe tuten auf dem Meer. Harry Rowohlt liest 69 Gedichte von Marco Tschirpke

Audio-CD, Laufzeit ca. 61 Minuten
 
Marco Tschirpke, hochdekorierter Humorist und Lyriker (unter anderem Deutscher Kabarettpreis 2007), schreibt Gedichte, die sich einer Neuen Klassik der Hochkomik zurechnen lassen. Die Parforceritte ihres einzigen Vertreters glänzen mit Gespür für unerhörte Pointen und entzücken durch ihre wendungsreiche Dramaturgie. Heine, Nestroy, Busch, Gernhardt, Hacks – der Kanon der auffindbaren Vorbilder ist exquisit. Doch so sehr Marco Tschirpke aus dem Reichtum überlieferten Schreibens und Sprechens schöpft, so eigenständig sind seine Texte in ihrem Sinngehalt, der historische und aktuelle Phänomene meist überaus bissig kommentiert. Dieser Künstler hat das zentrale Gesetz guter Kunst verinnerlicht: Du sollst dein Publikum nicht langweilen! Nicht oft wird mit solch leichter Hand so tiefgründig gesprochen wie bei Tschirpke. Nach fünf Buchveröffentlichungen seiner Verse gibt es endlich eine Hörbuchfassung – gebrummt, gesäuselt und gebrüllt von einem Löwen seines Fachs: Harry Rowohlt.

 

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Das sehr gemischte Doppel (DVD)

Nie im Fernsehen, nur bei uns

Das sehr gemischte Doppel: Hermann L. Gremliza, seit 1974 Herausgeber der Monatszeitschrift konkret, liest, was er dort schreibt: die Wahrheit über die Welt und solche, die in allzu freier Rede ihren Senf dazu beitragen. Horst Tomayer, Schauspieler und Dichter, liest (und singt) aus seinem Oeuvre, das er u.a. monatlich für Konkret produzierte.