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Literatur Konkret Nr. 7

Editorial
 
PAROLE AN DIE BEWOHNER GROSSER STÄDTE von Helmut Mader
 
Wenn schon Solidarität, dann auch bei Tisch von Gerd Fuchs
Bei dem dritten internationalen Schriftstellertreffen in Köln (Interlit) ging es um den Frieden. Genauer: um den Frieden der Weißen, um ihre Atomkriegsangst. Kriege, Hungersnöte und Seuchen der dritten Welt waren lästig
 
Wer will Aufsätze vom Butzemann? von Hermann Kant
Warum sein Verleger West eine andere Auswahl seiner Reden und Aufsätze als sein Verleger Ost wollte, warum es zwei deutsche Literaturen gibt, erläutert der Präsident des Schriftstellerverbandes der DDR
 
Dichtung und Prawda von Hermann L. Gremliza
Literaten treiben Weltpolitik, dreitausend Schriftsteller unterschreiben für den Frieden. Das ist schön von ihnen. Doch nach Lektüre der Reden, die sie in Berlin (Ost), Den Haag und Köln gehalten haben, sehnt man sich ordentlich nach der politischen Klarheit und sprachlichen Kraft von Verlautbarungen der Kriegsminister
 
Anschluß in Utrecht von Martin Walser
 
Jahrmarkt der kleinen Wahrheiten von Hermann Peter Piwitt
Das sozialdemokratische Versorgerprinzip »Kultur für alle« hat uns dichtende Didaktiker, den lyrischen Small-Mäc zum Thema »werdende Mütter, Frieden und andere Behinderte« - und die feuilletonistische Re-Inthronisierung des wahren Künstlers beschert
 
Lumpige 40000 »Daisys« von Norbert Klugmann
Auch die Wachstumsbranche Buchhandel hat es erwischt: Verlagspleiten en masse führen zu abstrusen Sparbeschlüssen wie »Raumtemperatur reduzieren«, »Neuregelung der Autorenanteile« und »der letzte macht das Licht aus«
 
Ästhetik des Widerstands – Leben aus dem Untergang von Klaus Herding
»Plötzlich versteht man das alles«, schreibt F. W. Haug und die zersplitterte Linke ist sich einig in ihrer Zustimmung zu einem »Jahrhundertwerk«. Die unerbittliche Ehrlichkeit von Peter Weiss wird bewundert - notwendige Voraussetzung, nicht aber Ziel oder Substanz dieses Werkes. Ohne die ethische Dimension ist allerdings weder die zunehmende Wirkung dieser »großen Konfession« zu erklären, noch kann der Inhalt verhandelt werden.Darum vorab, was mich an Peter Weiss besonders fasziniert hat: Erstens ist er gegen Konsens. Er trägt Konflikte aus. Ihm ist bewußt, daß die Aufforderung zum Konsens seit je der Verdeckung unterschiedlicher Standpunkte dient. Zweitens ist Peter Weiss gegen jede Art von Autorität (jedenfalls in diesem Werk), im Osten wie im Westen. Er stellt sich damit gegen willkürliche Festlegungen durch eine Partei, gegen Hierarchie. Wenn etwas Auszeichnung verdient, dann das Argument, der prüfende, skeptische, kritische Gedanke. Drittens: Weiss erkennt die Beschädigung des Menschen an; ihn würde es nicht stören, wenn ein Gesprächspartner einarmig oder trüben Sinnes wäre. Er sucht keine Einheit von Schön und Gut, schon gar nicht in der Kunst. Er mißtraut Leuten, von denen man sagt, mit ihnen könne man Pferde stehlen - selbst wenn es Genossen sind. Das Mißtrauen gegen alles »Urige« ist eine der hervorragendsten Qualitäten des Romans; Weiss gesteht damit ein, daß wir den Zivilisationsprozeß mit all seinen Folgeschäden nicht rückgängig machen können.
 
Im Schatten kleiner Talente von Hans Christoph Buch
Peter Weiss ist tot. Nur langsam fangen wir an zu ermessen, welcher Verlust uns betroffen hat. Peter Weiss blieb zeitlebens ein Fremder in den Doppelhaushälften der deutschen Literatur, ein später Gast.
 
Lenins Affe und verschiedenes von Michael Ben
Über die Teile des Problems und dieses selbst bei Peter Weiss, Harry Belafonte, Peter Hacks und ganz anderen: die prähistorische Aufgabe des Jahrhunderts
 
Freibeuter ist gealtert von Hans Heinz Holz
Ernst Jünger gilt als einer der großen Stilisten des 20. Jahrhunderts bei linken und rechten Literaten und Sprachwissenschaftlern. Eine Analyse seiner Werke zerstört diese Legende
 
Anstrengung beim Entstehen, Anstrengung beim Verstehen von Matthias Altenburg
 
Der Erleuchtung ist es egal von Christel Dormagen
Das ist der wahre Sinn des Lebens: Speisenauspendeln, Tischrücken, Schamanenseminare, Rastafari, Hexen und die Kabbala. Die ehemals politische Subkultur ist zum Sommerthema der westdeutschen Medien geworden
 
Gute Nacht, Arsad von Silke Hrubesch
 
Extraterristische Blumen, Utopie oder Space Opera von Heinrich Epskamp
Science Fiction ist Zeitvertreib, nicht mehr und nicht weniger. Das Konsumgut gestattet - bis auf wenige Ausnahmen - Identifikation oder Flucht
 
Spermy’s Weg zum Bankdirektor von Sabine Rosenbladt
Kind- oder NichtKind ist keine Frage. Die Antwort kommt seit Jahren prima, prima aus Dänemark und ist so schlicht wie reaktionär: Während sich in der intakten Kleinfamilie alles um den hoffnungsvollen Sprößling dreht, wird andernorts die Kinderfrage »objektiviert«
 
Leiblose, Dulder, Zaghafte, Ausdrucksgehemmte, Flüchter von Volkmar Sigusch
Zu den seit Jahrzehnten vorhandenen über fünfzig durchformulierten Therapien erfinden Schauspieler, selbsternannte Heiler und Bioenergetiker unablässig neue. Der Psychoboom hat Konjunktur
 
Pädagogischer Eros & spröde Masse von Heiner Boehncke
Pädagogik-Literatur als Allheilmittel für bessere Verhältnisse meldet nach zehn Jahren Konkurs an: Der Staat beschäftigt sich mit Senioren- und Sterbepädagogik. Was gut geht ist Fluchtliteratur
 
Volksrohstoff für Bettnässer von Ingrid Klein
Hat Rotkäppchen nun mit dem Wolf, oder hat es nicht? Dealte Frau Holle mit LSD und helfen Märchen gegen Nägelkauen? Sind es biedermeierliche Textleichen oder Kunstwerke?
 
Die Wachtelwurst von Hermann Peter Piwitt
 
Graue Rauchmänner und endlose Geschichten von Heidi Mildner
Lehrer, Pastoren, Journalisten, Angestellte - alle lesen die Märchen von Michael Ende. Das »phantastische Fieber des Irrationalismus« erbost besonders linke Kritiker, die Ende in einem Atemzug mit Mythen, Märchen, Schamanen und Baghwan nennen
 
Theater im Kopf von Günter Herburger
Früher begann sein Tag mit dem Anstehen vor einer geschlossenen Theaterkasse. Heute will er schon noch einiges lesen, aber nicht mehr in geschlossenen Räumen betrachten
 
... dann bin ich erstklassig von Heinar Kipphardt
Was dem Unternehmer nützt, ist auch gut für den Arbeiter, oder: jedem nach seiner Leistung. Der Erfinder dieses Prinzips war der Amerikaner F.W. Taylor. Er hat dieses System vor knapp hundert Jahren an einem Roheisenverlader namens Schmidt erprobt
 
Lust am eisernen Fleisch: Ein neuer Maschinenkult von Horst Bredekamp
Unwiderruflich hat die Mikroelektronik das Prothesenzeitalter beendet. Während der künstliche Geist Schrecken verbreitet, wächst die Lust am Fetisch Maschine
 
Nach der Materialschlacht waren die Toten echt von Michael Schneider
Der Film als Apothese, der Künstler als Machiavellist und das Versagen der Deutschen Filmkritik
 
Eine Dame tut das nicht von Gabriele Kreis
Die Nationalsozialisten verbrannten ihre Erfolgsromane als »Strassenliteratur mit anti-deutscher Tendenz«. Die Bundesrepublik hat die Emigration als eine der letzten »wiederentdeckt«. Die deutsche Quittung für undeutsche Leichtigkeit? Am 5. Mai 1982 starb Irmgard Keun in Köln
 
Vom Mähdrescher lernen, dem Frisör auf die Schere schauen von Horst Tomayer
Der Sattlermeisters-Sohn und gelernte Schreiberling Tomayer verbürgt sich mit seinem gesamten Privatvermögen für den Erzähler-Erstling seines Frühsechziger-Kumpels, des Gärtner-Bubs und gelernten Schauspielers Franke
 
Die schwere Erträglichkeit des Lebens von Klaus Stiller
Wer ist »Lord Liszt«, der in Martin Walsers neuer Erzählung einen 120 Seiten langen Brief erhält? Heinrich Böll, Siegfried Lenz oder Günter Grass?
 
Kowalski, denk ich mir, kann jeder sein von Michael Scharang
Eine proletarische Geschichte, die viel hält, weil sie nichts verspricht. Unaufdringlich, unheroisch, aber ohne Einfachheitskult
 
ENTWICKLUNGSVORGANG von Erich Fried
 
Es flog ein Vogel... von Detlef Klein
Ein Rätselgedicht gliedert den neuen Roman von Helga M. Novak. Es ist der zweite Teil ihrer Biografie, ihres Lebens in der DDR
 
Kleist starb heiteren Gesichtsausdrucks von Karin Huffzky
Das Tagebuch der Henriette Vogel, die sich 1811 zusammen mit Heinrich von Kleist das Leben nahm, wurde 1982 geschrieben
 
Unsittlicher Fleiß von Gisela Breitling
Der Versuch, ein historisches Vakuum zu füllen, ist diese »Kunstgeschichte als Sozialgeschichte« über Malerinnen im 20. Jahrhundert.
 
Aufrührerische Gesänge von Renate Hücking
Lust, Wut, Kerker und Politik als Roman, Lyrik oder Dokumentation, das sind die Themen von vier lateinamerikanischen Schriftstellerinnen, deren Arbeit so unterschiedlich ist wie ihre Herkunft.
 
Sozusagen in aller Stille von Oskar Cöster
Aus dem erfolglosen Abgang vor dem drohenden Weltuntergang wird in Jurek Beckers erstem Westroman ein erträglicher Wechsel des Ressorts
 
Space-Hitsch-Hiker von Holger Behm
Arthur Dent hat Sorgen: Sein Haus soll einer Umgehungsstraße weichen. Er bekommt unerwartet galaktische Hilfe
 
Ein Svoboda gibt nicht auf von Jan-Philipp Sendker
Rezension
 
Die Rosen der Welt reichen nicht aus von Paul Kersten
Nach vierzig Jahren eine Dokumentation über das Massaker in dem böhmischen Dorf Lidice, von den Nazis als »Strafgericht in Böhmen« durchgeführt
 
Episoden in Fugentechnik von Yaak Karsunke
Der Widerstandskämpfer Günter Weisenborn war drei Jahre im Zuchthaus und hat dort sein »Memorial« geschrieben
 
SÄLE (ANATOMIE UND RECHT) von Heinar Kipphardt
 
SELBSTKRITIK von Erich Fried
 
... und gründeten ´ne Partei von Werner Heine
Nach sechs Jahren haben die Grünen es geschafft. Werden sie jetzt zur FDP der achtziger Jahre gemacht?
 
Ein Kaktus ist noch lange kein Joint von Peter O. Chotjewitz
Dieses Buch über die Radikale Partei Italiens (PR) ist ein Buch über zwanzig Jahre italienische Bürgerrechtsbewegung
 
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