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Literatur Konkret Nr. 14

1989/90

Während der Verband deutscher Schriftsteller Hamburg auf einer Podiumsdiskussion noch Antworten auf die Frage sucht, ob in der bundesrepublikanischen Literatur die »neue Müdigkeit« vorherrscht, h at der Branchendienst »Buchreport« die Antwort bereits parat. Er meldet die Kapitulation des Piper Verlegers vor der Erkenntnis, »daß der Abgrund zwischen dem geringen Interesse an einer Zeitschrift, die sich ganz der deutschsprachigen Literatur widmet, und dem Aufwand, der mit ihrer Herausgabe untrennbar verbunden ist, unüberbrückbar ist.« Mit anderen Worten: »Litfass«, die Literaturzeitschrift des Piper Verlages, wird eingestellt und teilt somit das Los zahlreicher »müde« gewordener Vorgängerinnen aus anderen Verlagen.
 
Ist der ökonomische »Abgrund« für Verlage »unüberbrückbar«, lassen sich mit dem sexuellen blendende Geschäfte machen. Gleichgültig, ob als weibliche, als feministische oder als Anti-Pornographie - der Rowohlt Verlag hat bis Ende 1989 über hunderttausendmal Elfriede Jelineks »Lust« verkauft. Es scheint so, als hielten Lustgewinn und Triebverzicht literarische Umkehr. Anders ausgedrückt: der literarische Lustverzicht der Autorin paart sich mit dem Geschäftstrieb des Verlages. Mit beiden »Abgründen« beschäftigt sich LITERATUR KONKRET. Den ökonomischen widerlegt das Erscheinen des 14. Heftes, den sexuellen kritisiert diese Ausgabe.
 
Karl Kraus-Preis 1989: Warum auf Fritz j. Raddatz (1986) und Günter Wallraff (1987) auch 1989 keiner folgt, begründet Hermann L. Gremliza. 

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