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von konkret

Die Straßenschlachten sind geschlagen, bei der Hamburger Polizei zieht gähnende Langeweile ein. Zeit für ein wenig Bassledoh (schwäbisch für passer les temps, Zeitvertreib):

Sehr geehrte Damen und Herren,

es wird bei der Staatsanwaltschaft Hamburg ein Verfahren wegen möglicher Volksverhetzung gem. § 130 StGB gegen den Herausgeber Hermann L. Gremliza sowie Ihren Redakteuren Wolfgang Schneider und Marit Hofmann geführt, hinsichtlich des konkret-Magazins von 11/2017 aufgrund der Titelaufschrift »Kauft nicht bei Deutschen«. Ich bitte Sie hiermit, mir die vollständigen Personalien (Name, Vorname, Geburtsname, Anschrift) der betroffenen Personen mitzuteilen sowie eine Ausgabe des konkret-Magazins von 11/2017 bis zum 15.12.2017 zur Verfügung zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Doehring, Landeskriminalamt

Fasst man’s? Da stellt die Staatsanwaltschaft von Chemnitz ein paar Tage zuvor die Ermittlungen wegen Volksverhetzung ein gegen einen Mann, der Miniaturgalgen mit der Aufschrift »Reserviert Angela ›Mutti‹ Merkel« fabriziert, und der Hamburger Kollege lässt einen seiner Legastheniker ermitteln wegen – natürlich nicht der »Titelaufschrift«, sondern wegen der Berichterstattung von konkret über die kriminellen Übergriffe der Polizei beim Treffen der G20. Ob das Landeskriminalamt je davon gehört hat, dass man mit Bullen nicht redet?

 

Ein Hauch von Shitstorm aus dem Internet:

Torsch ist ein antideutsches Stück Scheiße, so wie der Tschechennigger Gremliza und die ganze andere Intellektuellenkacke. Für die müsste man die Schlachthäuser wieder aufmachen.

Solche Stürmerscheiße wärmt die Seele: zu denken, mit wieviel Dezibel die Klugheit Tag und Nacht in dem Verfasser brummt.

Was für ein Leben, wenn man lesen könnte! Weil man es, speziell als Journalist, aber nicht kann, muss man unentwegt Meldungen wie diese verbreiten:

Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass die Bahn einen Kostenrahmen von 7,6 Milliarden Euro für das umstrittene Projekt Stuttgart 21 erwartet – bislang waren es 6,5 Milliarden Euro. Die Fertigstellung verzögert sich zudem auf Ende 2024.

Denn 2010, als das Dreigestirn Heiner Geißler (Kreuz- und Querdenker), Volker Kefer (Konzernvorstand Deutsche Bahn) und Boris Palmer (Grünen-Darsteller) die schwäbischen »Wutbürger« verscheißerte, wäre abseits des allgemeinen Hurras der Medien in der Kolumne des Herausgebers in konkret 11/10 auch dies zu lesen gewesen:

Die fünf Milliarden Euro, die der Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs heute kosten soll, die zehn Milliarden, die er morgen kosten, und die zwanzig Milliarden, die er übermorgen gekostet haben wird, sind nicht perdu. Sie werden bloß aus öffentlichen Kassen in private Taschen fließen.

Heute kann jeder Kretschmann, der dann wieder nichts gewusst haben will, hier noch einmal nachlesen, dass es im Jahr 2020 zehn Milliarden sein werden sowie, unvorhersehbarer geologischer Ereignisse (wie Regen, Schnee, Nebel) wegen, am Ende, das nicht 2024 gefeiert wird, sondern 2028 oder 2030, zwanzig Milliarden. Was jeder der am Gewinn Beteiligten schon heute weiß.

»Um diese Musik-Kathedrale bewundert uns die ganze Welt«, hatte die Lokalpresse zur Eröffnung der knapp 800 Millionen teuren Elbphilharmonie gejubelt, Präsident Gauck hatte sie »ein Juwel der Kulturnation Deutschland« genannt. In konkret kam die Kathedrale nicht so gut weg, zumal »Hanseaten nichts für Musik übrig« hätten und der neue Saal bald mit allerlei Events gestopft werden müsse. Nachdem die vielen Porsche-Fahrer und SUV-Fahrerinnen im ersten Jahr ihr Prestige durch Eroberung von als knapp beworbenen Eintrittskarten zu heben sich bemüht hatten, hat sich die Prognose nun erfüllt: Anfang Dezember musste Rolf Zuckowski (»In der Weihnachtsbäckerei «), gepusht von Otto Waalkes, die Musikkathedrale mit einem »Advent im Elbkinderland« vollmachen, gefolgt von Karl Lagerfeld mit seiner von der Lokalpresse gefeierten »exklusiven Chanel-Modenschau «. Und nächstes Jahr kommt der »Musikantenstadl«.

Veranstaltung: Am 25. Januar um 19 Uhr stellt Jens Hoffmann in Köln, EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23–25, sein Buch »Aktion 1005«. Wie die Nazis die Spuren ihrer Massenmorde in Osteuropa beseitigten (konkret texte 46/47) vor.

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