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von konkret

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Es ist ein Reflex, von dem keine Redaktion und kein Amüsierbetrieb frei sind, mit An- und Übergriffen auf ungeliebte Kollektive Journalisten oder Bespaßer, in vielen Fällen in Personalunion, zu betrauen, die selber diesem Kollektiv angehören. Sollen Frauen niedergemacht werden, sucht die Redaktion sich dafür eine Frau. Will man mit Schwulenwitzen, die sonst nur Handelsvertreter sich trauen, bei linken Studienräten und -rätinnen absahnen, läßt man sie von Schwulen erzählen. Türken oder Muslime her- und hinzurichten, taugt keiner besser als eine Türkin oder ein Moslem. Das Nonplusultra aber ist ein Jude, der Judenwitze erzählt. Oder, ganz im Ernst, wie Moshe Zuckermann in seinem Buch "Antisemit!" den Antisemiten die Arbeit abnimmt. Kündigte ein Goi an, er werde demnächst einen Gastronomieführer durch Restaurationsbetriebe von KZ-Gedenkstätten schreiben, und würzte er seine Annonce mit der Bemerkung, er könne ein bestimmtes KZ nur wärmstens empfehlen, beförderte man ihn, hoffentlich, mit einem Tritt in den Hintern aus jedem anständigen Lokal. Der Fall ist leider nicht theoretisch und verjährt, sondern allzu praktisch und aktuell. Henryk Broder, der als KONKRET-Autor begonnen hat und es schon zum Liebling der "Bildzeitung" gebracht hatte, erfüllt jetzt in der ARD des späten Sonntagabends als Auschwitzbold, was sein ehemaliger Verleger über des Lebens Laufbahn unterm Kapital notiert hat: "Wer hinauf will, muß herunterkommen, wer was werden will, aufhören, was zu sein." Dieser Zwang gebiert Objekte, die zur Satire nicht taugen, denn "so tief kann man nicht zielen" (Tucholsky). Kay Sokolowsky hat es in diesem Heft trotzdem versucht, ganz unsatirisch.

Absicherung

Redaktion und Verlag danken allen Leserinnen und Lesern, die unserer Bitte nach Prozeßkostenhilfe in Sachen des Schweizer Journalisten Roger Köppel aus dem Augustheft nachgekommen sind. Für künftige Fälle dieser Art wird der Verlag demnächst ein Prozeßkostenhilfekonto einrichten.

Ab Dezember

"Political Science" lautete der Titel einer Veranstaltung im Hamburger Polittbüro, auf der Hermann L. Gremliza (Texte), Lisa Politt (Übersetzung, Gesang) und Fritzi Busch Lieder des amerikanischen Sängers und Komponisten Randy Newman vorstellten. Begleitet wurden sie von den Musikern Gunter Schmidt, Jo Jacobs und Hendrik Lorenzen. Der Abend wurde auf einer Doppel-CD festgehalten, die am 1. Dezember in der Reihe konkret texte (Nr. 53) erscheint. Sie kann ab sofort für 20 Euro (Porto inklusive) beim Verlag bestellt werden.

Abwesend

Nachdem er die Redaktion schnell noch mit Äpfeln von seinem Stammbaum am Moorburger Elbdeich versorgt hatte (siehe Ernteeinsatzberichte in KONKRET 12/06 und 12/09), brach er nach Tenerife auf, um beim Comisaría Sur noch einmal wegen der ihm geraubten Wertsachen (siehe Heft 1/09) zu recherchieren. Horst Tomayer ist im Januar wieder da.

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