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von konkret

Simulantenstadl: Kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe hat sich herausgestellt, was jede/r wissen konnte: Dass während des G20- Gipfels 476 Polizisten verletzt worden sind, war Lüge, Fake News.

Mitgezählt hat die Polizei nicht bloß schlappe 245 Beamte und Beamtinnen, die sich bereits in den beiden Wochen vor dem Gipfel krankgemeldet hatten. Sie hat in ihrer Statistik selbstverständlich auch dehydrierte Bullen und solche mit Kreislaufproblemen ausgewiesen. 95 Prozent der angeblich vom Schwarzen Block gepeinigten Beamten konnten bereits nach kurzer Pause und einem Schluck aus der Feldflasche zurück an die Front. Nicht ausgeschlossen, dass die 21 Polizisten, die auch am nächsten Tag noch nicht gesund und munter wieder zum Dienst erscheinen konnten, sich ihre Verletzungen durch friendly pfeffer, Stolpern über von Kollegen zu Boden gebrachte Demonstranten oder verunglückte Fußtritte gegen Umstehende zugezogen haben.

Mit der Lüge ließ sich allerdings hervorragend Propaganda machen. Alle dankten den »Helden« in Uniform, FDP-Vize Wolfgang Kubicki schlug vor, einen »Tag der Polizei « einzurichten, die Elbphilharmonie lud die Polizei zum Gratiskonzert, und die »Bildzeitung« sammelte Geld, um den verletzten Beamten eine Urlaubsreise zu spendieren. Wo die etwa fünf Polizisten, denen dieses Geld zusteht, ihren Urlaub verbringen werden, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Unser Reisetip: Mossul. Man hört, es gebe dort noch Viertel, die, anders als die Hamburger Schanze, nicht in Schutt und Asche liegen.


Spendenaufruf der »Bild«, Juli 2017

»Watten, watten, mittem Rad? Möcht ick bezweifeln.« Der Zwei. er, ein Westberliner Grenzpolizist, traute seinen Augen kaum, als sich am 12. Oktober 1976 Horst Tomayer mit seinem »27-Gänger der Marke Gios« von Westberlin nach Hamburg aufmachte. Seit 2005 dann fuhr der konki-Hausdichter jährlich die »Fahrradwallfahrt HH/Westberlien an einem Tag«. Achtmal hatte er seither die 292 Kilometer »von sunrise bis sunset streckenpolitisch der Erledigung zugeführt«. Im Jahre 2012 fand seine letzte Tour statt.

Auch in diesem Jahr fahren wieder velophile Tomayer-Fans mittem Rad von Hamburg nach Berlin. Die Gedenkradfahrt für Hotte startet am Freitag, den 25. August, gegen 9 Uhr am Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Wer mit möchte, bitte zeitig zusagen! Mehr Informationen in der Facebook-Gruppe »Die Horst-Tomayer-Gedenkradfahrt«, der öffentlichen Facebook-Veranstaltung »Horst-Tomayer-Gedenkradfahrt 2017« oder per E-Mail an die Redaktion.

Via Facebook schreibt Lothar Artur Busold einen Limerick in Sachen Fahrradwallfahrt: Fünf Hottionen, Achse Hamburg-Berlin, / vermeidend, wie immer, den Brauch von Benzin, / da tönt eine Stimme, fast engelgleich: / »Herzmerci im Vorabbereich!« / Es war nicht umsonst, das Strampeln für Ihn.

Die Zeitschrift feiert in diesem Jahr ihr 60jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass möchten wir Sie, liebe Leserin, lieber Leser, dazu auffordern, uns eine kurze Geschichte zu erzählen, die Sie mit konkret verbindet. Warum lesen Sie das Heft? Wie sind Sie dazu gekommen? Und wie sähe Ihr Leben ohne die älteste linke Publikumszeitschrift Deutschlands aus? Einsendungen erreichen uns unter der Mailadresse verlag@konkret-magazin.de.  

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