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Zwei Seelen

Das Doppelleben des Gerd Müller.

Von Michael Schilling

Den Gerd Müller gibt’s zweimal. Einmal als »kleines dickes Müller« (Trainer Zlatko Čajkovski über den Torschützenkönig von Bayern München), zum andern als Politiker der CSU und Minister für »wirtschaftliche Zusammenarbeit«. Und auch in dieser Rolle gibt’s ihn zweimal: einmal als kolonialen Rassisten, der bei einem Deutschlandkongress in Bonn scherzt: »Wenn ein afrikanischer Mann 100 Dollar verdient, Preisfrage: Was bringt der nach Hause? 30 Dollar. Und du weißt sicher, was er mit dem Rest macht (lacht): nämlich Alkohol, Suff, Drogen, Frauen natürlich«; und ein andermal als Redner im Bundestag, dem ein Referent oder Praktikant die Erkenntnis ins Manuskript geschmuggelt hat: »Glauben Sie nicht, dass wir auf die Dauer unseren Wohlstand auf dem Rücken Afrikas und der Entwicklungsländer leben können, ohne dass die Menschen zu uns kommen und sich dann holen, was ihnen gehört.« Der Satz wurde von allen deutschen Medien und Politikern unterschlagen – bis auf zwei: das AfD-Archiv Bodenseekreis und das diesem nahestehende Springer-Flakschiff »Welt«.


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