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No-Go-Area Deutschland

Im Dezember haben wir die Onlinerubrik No-Go-Area Deutschland einstellen müssen. Den Anspruch dieser Chronik, monatlich rassistische und antisemitische Vorfälle möglichst vollständig aufzuführen, konnten wir mit den konkret zur Verfügung stehenden Mitteln nicht mehr aufrechterhalten. In einem Land, in dem beinahe täglich Flüchtlingsunterkünfte in Brand gesetzt und Menschen aus rassistischen Motiven beleidigt, gejagt und angegriffen werden, hätte die gesamte Redaktion damit zu tun, diese Vorfälle aus dem ganz normalen deutschen Alltag auch nur einigermaßen vollständig zu dokumentieren. Wir verweisen gerne auf die gemeinsame Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle von Pro Asyl und der Amadeu-Antonio-Stiftung und auf Seiten wie netz-gegen-nazis.de, die die Drecksarbeit auch in Zeiten von Pegida und Co. weiterhin machen. Vielen Dank an Bea Dorn und Svenna Triebler, die über Jahre hinweg die No-Go-Area für konkret zusammengestellt haben. Dank auch an alle Leserinnen und Leser, die uns auf rassistische und antisemitische Vorfälle hingewiesen haben.

Bayern: Jugendliche randalieren an Flüchtlingsunterkunft

17.11.2015 11:30

Im bayrischen Geretsried zieht eine Gruppe von zehn bis 15 Jugendlichen vor eine als Notunterkunft genutzte Turnhalle, schlagen an die Fensterscheiben und rufen rassistische Parolen. Der Vorfall ereignet sich bereits Anfang November, wird aber erst jetzt durch Recherchen der »Süddeutschen Zeitung« bekannt.

Quelle: A.i.d.a., »SZ«

Angriff auf Asylunterkünfte: »Frustriert« ist das neue »Besorgt«

16.11.2015 11:36

In Kaunitz im Kreis Gütersloh (NRW) greift eine Gruppe von Männern zwei Flüchtlingsheime an. An beiden Einrichtungen zerstören sie Türen und Fenster, außerdem zünden sie mehrere Knallkörper. Die Polizei nimmt fünf Männer im Alter zwischen 19 und 22 Jahren fest. Ein rassistisches Motiv kann sie nicht erkennen, vielmehr hätten die Täter aus »Frust aufgrund privater Probleme« gehandelt.

Quelle: Polizei Bielefeld

Sachsen-Anhalt: Schläger greifen jugendliche Flüchtlinge an

16.11.2015 11:35

In Möckern (Sachsen-Anhalt) greifen maskierte Schläger zwei jugendliche Flüchtlinge an. Die 14- und 17jährigen aus dem Irak und Afghanistan sind zu Fuß unterwegs, als ein Auto neben ihnen hält, die beiden vermummten Täter herausspringen und auf die beiden eintreten und unter anderem mit einer Flasche auf sie einschlagen. Die Angegriffenen müssen im Krankenhaus behandelt werden, die Täter sowie ein Komplize, der während des Angriffs am Steuer des Autos wartete, können unerkannt entkommen.

Quelle: »Magdeburger Volksstimme«

»Pegida«: Kein Zulauf nach Terror in Paris

16.11.2015 11:34

In Dresden beteiligen sich der Initiative »Durchgezählt« zufolge etwa 7.000 bis 8.000 Volkspfosten am »Pegida«-Auflauf. Obwohl die Organisatoren die Anschläge von Paris für ihre Agenda zu instrumentalisieren versuchen, sind dies rund 1.000 weniger als in der Vorwoche. An einer Gegendemonstration der Gruppe »Genervte Einwohner protestieren gegen Intoleranz Dresdner Außenseiter« (»Gepida«) nehmen 1.000 bis 1.500 Menschen teil. Auch die Aufmärsche weiterer »Pegida«-Ableger verzeichnen keinen größeren Zulauf. In München erscheinen etwa 300 Hassbürger zu einem Aufmarsch, der immer wieder durch antifaschistische Blockaden gestoppt wird, an den Gegendemonstrationen beteiligen sich insgesamt etwa 500 Menschen.

In Prenzlau (Brandenburg) beteiligen sich 400 - 500 Personen an einem rechten Aufmarsch, zu dem zunächst unter dem Namen der Gruppe »BB Patrioten« aufgerufen wurde, erst einen Tag vor der Veranstaltung hatte sich die AfD als Organisatorin zu erkennen gegeben. An einer Gegendemonstration unter dem Motto »Buntes Prenzlau« beteiligen sich ca. 250 Menschen.

In Mecklenburg-Vorpommern läuft das von Neonazis geprägte »MVgida«-Bündnis in verschiedenen Städten auf: In Sassnitz versammeln sich etwa 60 Rechte, in Güstrow rund 250; dort demonstriert die Initiative »Güstrow für alle« mit 60 bis 80 Teilnehmern gegen den Aufmarsch. In Rostock mobilisiert »MVgida« etwa 700 Teilnehmer, an einer Gegendemonstration beteiligen sich ca. 300 Menschen.

Quelle: »FAZ«, »TZ«, »Märkische Oderzeitung« »Schweriner Volkszeitung«

Sachsen: Geplante Asylunterkunft angegriffen

15.11.2015 11:42

In Stolpen nahe Dresden greifen unbekannte Täter eine geplante Flüchtlingsunterkunft an. Sie fahren mit dem Auto vor dem Mehrfamilienhaus vor und werfen die Scheiben von zwei Wohnungen ein. In dem Haus wurden insgesamt fünf Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen saniert.

Quelle: »Welt«

Glauchau: Angriff auf Redaktion der »Freien Presse«

15.11.2015 11:40

In Glauchau (Sachsen) werfen Unbekannte die Fenster von Redaktion und Geschäftsstelle der »Freien Presse« mit Pflastersteinen ein. Zwei Redakteure, die sich zum Tatzeitpunkt an ihrem Arbeitsplatz aufhalten, bleiben unverletzt. Die Polizei geht von mehreren Tätern aus, ein Augenzeuge berichtet von einem Mann in Bomberjacke, der sich vom Tatort entfernt.

Quelle: »Freie Presse«

Usedom: Geplante Asylunterkunft brennt aus

15.11.2015 11:40

Auf der Insel Usedom brennt ein als Flüchtlingsunterkunft geplantes Gebäude aus, der ehemalige Bürobau ist dadurch nicht mehr bewohnbar. In dem Haus sollten in der Woche darauf 15 Asylsuchende untergebracht werden. Die Kriminalpolizei übernimmt die Ermittlungen.

Quelle: »Spiegel online«

Köln: Brandsätze gegen Moschee und Privathaus

13.11.2015 11:42

In Köln-Porz werfen Unbekannte mehrere Brandsätze auf eine Moschee, dabei geht eine Scheibe zu Bruch. Die Polizei prüft einen möglichen rassistischen Hintergrund sowie einen möglichen Zusammenhang mit einem weiteren Anschlag in dem Stadtteil am Tag zuvor. Hier hatten unbekannte Täter einen Brandsatz gegen die Fassade eines Hauses geworfen, in dem Einfamilienhaus lebt eine türkischstämmige Frau.

Quelle: »Kölner Stadtanzeiger«

Bad Belzig: Jugendliche greifen Schwangere an

12.11.2015 11:48

In Bad Belzig (Brandenburg) greifen drei Jugendliche eine hochschwangere Frau aus Somalia an. Das 14jährige Mädchen und zwei 15jährigen Jungen stoßen die 21jährige zu Boden und treten auf sie ein, die junge Frau muss zur stationären Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Gegen die drei Jugendlichen wird ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Quelle: RBB

Hamburg: Haft für 87jährige Holocaustleugnerin

12.11.2015 11:47

Das Amtsgericht Hamburg verurteilt die Uralt-Naziaktivistin Ursula Haverbeck wegen Volksverhetzung zu einer elfmonatigen Haftstrafe. Die 87jährige hat am Rande des Prozesses gegen einen ehemaligen SS-Mann in Lüneburg sowie in einem TV-Interview den Holocaust geleugnet. Da die ehemalige Betreiberin des 2008 verbotenen rechtsextremen Zentrums «Collegium Humanum« bereits mehrfach wegen des gleichen Tatbestands vorbestraft ist, setzt das Gericht die Strafe nicht zur Bewährung aus.

Quelle: NDR