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Tomayers Video-Tagebuch

No-Go-Area Deutschland

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No-Go-Area Deutschland

Im Dezember haben wir die Onlinerubrik No-Go-Area Deutschland einstellen müssen. Den Anspruch dieser Chronik, monatlich rassistische und antisemitische Vorfälle möglichst vollständig aufzuführen, konnten wir mit den konkret zur Verfügung stehenden Mitteln nicht mehr aufrechterhalten. In einem Land, in dem beinahe täglich Flüchtlingsunterkünfte in Brand gesetzt und Menschen aus rassistischen Motiven beleidigt, gejagt und angegriffen werden, hätte die gesamte Redaktion damit zu tun, diese Vorfälle aus dem ganz normalen deutschen Alltag auch nur einigermaßen vollständig zu dokumentieren. Wir verweisen gerne auf die gemeinsame Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle von Pro Asyl und der Amadeu-Antonio-Stiftung und auf Seiten wie netz-gegen-nazis.de, die die Drecksarbeit auch in Zeiten von Pegida und Co. weiterhin machen. Vielen Dank an Bea Dorn und Svenna Triebler, die über Jahre hinweg die No-Go-Area für konkret zusammengestellt haben. Dank auch an alle Leserinnen und Leser, die uns auf rassistische und antisemitische Vorfälle hingewiesen haben.

Sachsen: Messerangriff auf Flüchtlingshelfer

21.11.2015 11:20

Im sächsischen Roßwein attackieren Neonazis mehrere Angehörige des örtlichen Unterstützerkreises für Flüchtlinge sowie einen Asylsuchenden. Dabei verletzen sie einen der jungen Männer mit einem Messer so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden muss. Die Täter entkommen unerkannt.

Quelle: Bündnis »Willkommen in Roßwein«

Reichsflugscheibe zum Eurovision Song Contest abgestürzt

20.11.2015 11:27

Die ARD zieht ihre Nominierung des Deutschsoulperformers Xavier Naidoo als Kandidat für den deutschen Beitrag im Eurovision Song Contest zurück. Die Entscheidung des Senders, den Sänger zu dem Schlagerwettbewerb zu schicken, hatte zu heftiger, auch interner, Kritik geführt: Naidoo ist nicht nur für seine Musik, sondern vor allem auch durch schwulenfeindliche und antisemitische Statements sowie seine ideologische Nähe zu den sogenannten »Reichsbürgern« berüchtigt.

Quelle: Tagesschau, »SZ«

Niedersachsen: Brandstiftung in bewohnter Flüchtlingsunterkunft

20.11.2015 11:26

In Barnstorf (Niedersachsen) legen Unbekannte Feuer im Anbau eines von Flüchtlingen bewohnten Hauses. Einer der elf Bewohner kann das Feuer selbst löschen, alle kommen mit dem Schrecken davon. Die Polizei will ein rassistisches Motiv »nicht ausschließen«.

Quelle: NDR

Brandstiftung und Bombendrohung: Wenn Securities »Späße« machen

20.11.2015 11:25

Drei an einer Flüchtlingsunterkunft in Lohmar (NRW) eingesetzte Wachleute gestehen, für eine Bombendrohung gegen die Unterkunft verantwortlich zu sein. Die Polizei war den Männern auf die Spur gekommen, weil gegen sie auch wegen einer Brandstiftung an mehreren Mülltonnen vor dem Heim ermittelt wurde. Auch diese Tat gestehen sie bei der Vernehmung. Die Polizei sieht keinen rassistischen Hintergrund, die Männer hätten sich vielmehr »einen Spaß erlauben wollen«.

Quelle: WDR

Jüterborg: Bürgermeister hetzt, NPD marschiert, Nazis verüben Sprengstoffanschlag

20.11.2015 11:24

In Jüterborg (Brandenburg) verüben Unbekannte einen Sprengstoffanschlag auf eine kirchliche Begegnungsstätte. In dem Treff »Turmstube« finden Deutschkurse und andere Treffen mit Flüchtlingen statt. Die unbekannten Täter werfen eine große Menge Pyrotechnik durch ein eingeschlagenes Fenster, der Sprengsatz richtet Schäden an Fensterscheiben und Mobliar an. Am Abend vor der Tat hatte in Jüterborg ein Aufmarsch der NPD mit etwa 200 Teilnehmern stattgefunden. Während sich Kirchenvertreter und Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Tag nach dem Anschlag an einer Andacht gegen Fremdenfeindlichkeit beteiligen, glänzt der parteilose Bürgermeister Arne Raue durch Abwesenheit. Raue war erst wenige Wochen zuvor in die Kritik geraten, weil er die Bürger auf der Website der Stadt aufgerufen hatte, Kontakt zu Flüchtlingen zu vermeiden.

Quelle: »Märkische Allgemeine«, »Tagesspiegel«

Cottbus: Scheiben der Synagoge zerstört

18.11.2015 11:29

In Cottbus (Brandenburg) zerstören zwei Frauen mehrere Scheiben der Synagoge, die 21 und 26 Jahre alten Täterinnen werden festgenommen. Sie sollen bereits am Abend zuvor versucht haben, die Synagoge zu attackieren, und seien dann in den Morgenstunden zurückgekehrt.

Quelle: »Neues Deutschland«

Chemnitz: 1.000 bei Hassbürgeraufmarsch

18.11.2015 11:28

In Chemnitz-Einsiedel beteiligen sich etwa 1.000 Personen an einem Hassbürgeraufmarsch gegen die geplante Unterbringung von Flüchtlingen in dem Stadtteil. Eine Woche zuvor hatten etwa 1.500 Personen an einem Aufmarsch gegen das Heim teilgenommen; einen Tag später hatten Dutzende Personen nach einem Besichtigungstermin einen Mitarbeiter der Landesdirektion am Verlassen des ehemaligen Pionierlagers gehindert und sich dadurch Zutritt auf das Gelände verschafft.

Quelle: »Freie Presse«

NRW: Schüsse auf Flüchtlingsunterkunft

17.11.2015 11:33

In Vlotho (NRW) schießen Unbekannte aus einem Auto heraus mit einer Schreckschusswaffe auf eine Asylunterkunft; laut Polizei werden am Tatort entsprechende Patronenhülsen gefunden. Die Bewohner der Unterkunft bleiben unverletzt, die fünf Insassen des Autos entkommen unerkannt.

Quelle: »Westfalenblatt«

Polizeilogik: Randale, also kein Rassismus

17.11.2015 11:32

In Solingen (NRW) schlagen fünf Unbekannte einen 35jährigen aus Bangladesch zusammen, er wird so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Obwohl die Schläger unerkannt entkommen, schließt die Polizei einen rassistischen Hintergrund aus, da die mutmaßlich gleichen Täter zuvor wahllos in der Stadt randaliert hatten.

Quelle: »RP online«

Schwerin: Nazis bedrohen linke Aktivisten

17.11.2015 11:31

In Schwerin zieht eine Gruppe von zehn bis 15 Neonazis zunächst vor das alternative Kultur- und Wohnprojekt »Komplex«, wo sie rechte Parolen und Drohungen rufen und vergeblich versuchen, in das Haus einzudringen. Anschließend ziehen sie weiter vor das Haus eines linken Aktivisten und versuchen auch hier erfolglos, sich Zutritt zu verschaffen. Sie flüchten, als sich ein Streifenwagen nähert.

Quelle: Netz gegen Nazis, Recherchegruppe AST