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No-Go-Area Deutschland

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No-Go-Area Deutschland

Im Dezember haben wir die Onlinerubrik No-Go-Area Deutschland einstellen müssen. Den Anspruch dieser Chronik, monatlich rassistische und antisemitische Vorfälle möglichst vollständig aufzuführen, konnten wir mit den konkret zur Verfügung stehenden Mitteln nicht mehr aufrechterhalten. In einem Land, in dem beinahe täglich Flüchtlingsunterkünfte in Brand gesetzt und Menschen aus rassistischen Motiven beleidigt, gejagt und angegriffen werden, hätte die gesamte Redaktion damit zu tun, diese Vorfälle aus dem ganz normalen deutschen Alltag auch nur einigermaßen vollständig zu dokumentieren. Wir verweisen gerne auf die gemeinsame Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle von Pro Asyl und der Amadeu-Antonio-Stiftung und auf Seiten wie netz-gegen-nazis.de, die die Drecksarbeit auch in Zeiten von Pegida und Co. weiterhin machen. Vielen Dank an Bea Dorn und Svenna Triebler, die über Jahre hinweg die No-Go-Area für konkret zusammengestellt haben. Dank auch an alle Leserinnen und Leser, die uns auf rassistische und antisemitische Vorfälle hingewiesen haben.

Moschee in Chemnitz verwüstet

24.11.2015 10:58

In Chemnitz (Sachsen) dringen mehrere Männer in eine Moschee ein und verwüsten die Räumlichkeiten. Der Imam der Moschee beobachtet die Täter noch beim Weglaufen, wobei sie ihn verbal bedrohen. Die Polizei nimmt in Tatortnähe drei 26- bis 28jährige Verdächtige fest, die die Aussage zu den Vorwürfen verweigern.

Quelle: »Freie Presse«

Halbgötter in Braun

24.11.2015 10:57

Während einer Gemeinderatssitzung zur Unterbringung von Flüchtlingen in Ellefeld (Sachsen) erklärt der AfD-Kreistagsabgeordnete und in Ellefeld praktizierende Arzt Dr. Thomas Schädlich, er sei nicht bereit, in seiner Praxis Geflüchtete zu behandeln. Zu einer Beschwerde durch den Betreiber der geplanten Asylunterkunft bei der Sächsischen Landesärztekammer erklärt diese, die bloße Ankündigung sei moralisch verwerflich, aber juristisch zunächst nicht relevant.

Die Thüringer Landeszahnärztekammer hingegen prüft eine Anzeige gegen eine Zahnärztin, die in einem Aushang in ihrer Praxis vor Geflüchteten gewarnt hatte. Darin hieß es, dass sie verpflichtet sei, während ihres Notdienstes Asylbewerber zu behandeln. Deshalb warne sie alle Hausbewohner vor Diebstählen und ansteckenden Krankheiten, die von ihren ausländischen Patienten ausgingen. Die Landeszahnärztekammer wertet das Schreiben als berufswidrig.

Quelle: »Freie Presse«, »Thüringer Allgemeine«

Leipzig: Angriff auf Privatwohnung des sächsischen Justizministers

24.11.2015 10:56

In der Nacht nach nach dem montäglichen »Legida«-Aufmarsch in Leipzig attackieren Unbekannte das Wohnhaus des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow (CDU). Sie werfen mehrere Scheiben mit Pflastersteinen ein und attackieren die Wohnung dann mit Buttersäure. Die Täter entkommen unerkannt.

Quelle. »Leipziger Internetzeitung«

Aus dem Polizeibericht: Rechter Polizist verliert Beamtenstatus

24.11.2015 10:55

Das Verwaltungsgericht München entzieht einem Polizisten den Beamtenstatus, nachdem in seiner Wohnung und auf seinem Computer große Mengen faschistischen Propagandamaterials gefunden wurden. Der 30jährige war bereits seit 2012 vom Dienst suspendiert, nachdem er wegen des Besitzes verbotener Dopingmittel verurteilt worden war. Im Zuge der Ermittlungen waren die Kollegen auch auf die verfassungsfeindlichen Materialien gestoßen, unter anderem Fotos, die den Polizeiobermeister mit Hitlergruß vor einer Reichskriegsflagge zeigen, zahlreiche einschlägige Schriften zum Nationalsozialismus sowie weitere Nazi-Devotionalien.

Quelle: »Süddeutsche«, »TZ«

Naziaufmarsch in Anklam

24.11.2015 10:54

In Anklam (MV) nehmen etwa 250-300 Personen an einem von NPD-Kreisen organisierten Aufmarsch teil. Etwa 20 Gegendemonstranten versuchen, die Veranstaltung durch lautstarken Protest zu übertönen.

Quelle: »Nordkurier«

Schwerin: Rassistischer Angriff nach AfD-Aufmarsch

24.11.2015 10:53

Am Abend nach einer AfD-Demonstration in Schwerin greift eine Gruppe unbekannter Täter vier Jugendliche aus Syrien an. Die etwa zehn Angreifer beböbeln und schubsen die 14- bis 16jährigen und bewerfen sie mit Flaschen und Steinen, als die Angegriffenen fliehen. Diese bleiben unverletzt, die Täter entkommen unerkannt. Wenige Stunden zuvor hatte in der Stadt eine Demonstration der AfD mit etwa 400 Teilnehmern stattgefunden.

Quelle: Endstation Rechts

»Pegida«: Weniger Teilnehmer, aber nicht minder gewalttätig

23.11.2015 11:18

Die Teilnehmerzahlen der »Pegida«-Aufmärsche in Dresden sind weiter rückläufig. Nach Angaben der studentischen Initiative »Durchgezählt« erscheinen etwa 5.000 Personen zum montäglichen Auflauf, in der Vorwoche waren 7- 8.000 Teilnehmer gezählt worden. Während der Demonstration greifen mehrere der sogenannten »Spaziergänger« einen Kameramann an und verletzen ihn leicht, die Polizei nimmt einen Tatverdächtigen und zwei seiner Begleiter fest. An einer Gegendemonstration nehmen etwa 800 Menschen teil.

Quelle: »Welt«, Deutschlandfunk

Düsseldorf: 150 Hooligans greifen Punks an

22.11.2015 11:20

In Düsseldorf greifen etwa 150 Hooligans und Neonazis eine Gruppe von etwa 40 Punks und Linken an. Nach Augenzeugenberichten hatte die schnell wachsende Gruppe von Rechten zunächst die Punks bepöbelt, anschließend sei es zu einer regelrechten Hetzjagd gekommen, sechs Personen werden leicht verletzt. Die Polizei trifft erst am Tatort ein, als sich die Angreifer zerstreut haben, und erklärt, man könne daher nichts über die Hintergründe sagen.

Quelle: »Der Westen«

Freunde und Helfer (3)

22.11.2015 11:19

Die Polizei geht mit äußerster Brutalität gegen Demonstrationen von mehreren tausend Antifaschisten vor, die versuchen, den NPD-Bundesparteitag in Weinheim (Baden-Württemberg) zu blockieren. Videos zeigen, wie Beamte Demonstranten mit Schlägen und Tritten traktieren und Pfefferspray aus kürzester Distanz einsetzen. Die Demosanitätergruppe Süd-West behandelt 89 Verletzte, geht jedoch von einer großen Dunkelziffer aus.

Quelle: Störungsmelder

Rottenburg: Rassistischer Angriff auf zwei Frauen

21.11.2015 11:21

In Rottenburg (BaWü) bepöbelt ein Neonazi zwei Frauen aus Gambia zunächst rassistisch und schlägt dann auf sie ein; als eine der beiden stürzt, versetzt er ihr zudem mehrere Tritte. Die 36jährige muss mit Kopfverletzungen stationär behandelt werden, ihre 26jährige Begleiterin erleidet leichtere Verletzungen. Die Polizei nimmt den als Angehörigen der rechten Szene bekannten Täter fest, der 21jährige, der unter Bewährung steht, wird in Untersuchungshaft genommen.

Quelle: »Schwäbisches Tagblatt«