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Tomayers Video-Tagebuch

No-Go-Area Deutschland

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No-Go-Area Deutschland

Im Dezember haben wir die Onlinerubrik No-Go-Area Deutschland einstellen müssen. Den Anspruch dieser Chronik, monatlich rassistische und antisemitische Vorfälle möglichst vollständig aufzuführen, konnten wir mit den konkret zur Verfügung stehenden Mitteln nicht mehr aufrechterhalten. In einem Land, in dem beinahe täglich Flüchtlingsunterkünfte in Brand gesetzt und Menschen aus rassistischen Motiven beleidigt, gejagt und angegriffen werden, hätte die gesamte Redaktion damit zu tun, diese Vorfälle aus dem ganz normalen deutschen Alltag auch nur einigermaßen vollständig zu dokumentieren. Wir verweisen gerne auf die gemeinsame Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle von Pro Asyl und der Amadeu-Antonio-Stiftung und auf Seiten wie netz-gegen-nazis.de, die die Drecksarbeit auch in Zeiten von Pegida und Co. weiterhin machen. Vielen Dank an Bea Dorn und Svenna Triebler, die über Jahre hinweg die No-Go-Area für konkret zusammengestellt haben. Dank auch an alle Leserinnen und Leser, die uns auf rassistische und antisemitische Vorfälle hingewiesen haben.

Nazilogik: Im Zweifel anzünden

29.11.2015 10:35

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen verüben Unbekannte einen Brandanschlag auf eine leerstehende Halle in Burgkirchen (Bayern). Der Brand kann schnell gelöscht werden und verursacht nur geringen Schaden. Im Vorfeld der beiden Anschläge hatte es unzutreffende Gerüchte gegeben, die Halle sei als Flüchtlingsunterkunft im Gespräch.

Quelle: »Neues Deutschland«

Nürnberg: Todesdrohungen gegen Nazigegner

29.11.2015 10:35

In Nürnberg erhalten vier Nazigegner Todesdrohungen via E-Mail in Form von fingierten Todesanzeigen. Die Betroffenen, ein Journalist des Bayerischen Rundfunks (BR), ein Gewerkschaftsfunktionär, ein Mitarbeiter der Nürnberger SPD und eine Sozialwissenschaftlerin, haben Strafanzeige gestellt.

Quelle: »Neues Deutschland«, BR

Bayern: Polizei nimmt Opfer rassistischer Gewalt in Gewahrsam

28.11.2015 10:45

Auf einem Weihnachtsmarkt in Alzenau (Bayern) beleidigen zwei Männer zwei 19jährige Flüchtlinge, einer der Angreifer versetzt einem der jungen Männer zudem einen Tritt in den Bauch, er wird ins Krankenhaus eingeliefert. Gegen den zweiten Angegriffenen spricht die Polizei einen Platzverweis aus, weil er sich »aufgebracht verhalten habe« und nehmen ihn Gewahrsam, als er dem Verweis nicht Folge leistet.

Quelle: A.i.d.a.

Wismar: Angriff auf Asylunterkunft

28.11.2015 10:44

Zwei unbekannte Täter werfen einen Stein gegen das Fenster des Wachraums eines Flüchtlingsheims in Wismar. Als ein Wachmann die beiden zum Stehenbleiben auffordert, bedenken diese ihn mit einem »verfassungsfeindlichen Ausruf«, so die Polizei, und flüchten anschließend.

Quelle: Polizei Rostock

Brandenburg: Anschlag auf geplante Asylunterkunft

27.11.2015 10:48

In Brandenburg an der Havel verüben Unbekannte einen Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft. An dem ehemaligen Schulgebäude, in dem ab Dezember 160 Asylsuchende untergebracht werden sollen, entstehen nur leichte Schäden.

Quelle: »Potsdamer Neueste Nachrichten«

 

Lageso Berlin: Security-Firma gibt Auftrag ab

27.11.2015 10:47

Der umstrittene Sicherheitsdienst am Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin gibt seinen Auftrag ab. Zuletzt war in einem Video dokumentiert worden, wie ein Wachmann der zentralen Anlaufstelle für Asylsuchende in der Bundeshauptstadt minutenlang vor Kollegen im Nazi-Jargon gegen Flüchtlinge hetzte. Erst im Vormonat waren drei Mitarbeiter der Firma von der Einrichtung abgezogen worden, nachdem sie brutal auf dort wartende Flüchtlinge eingeschlagen hatten. Bis der Auftrag neu vergeben ist, ist das Unternehmen weiterhin am Lageso aktiv.

Quelle: »Tagesspiegel«, RBB, »Berliner Zeitung«

Berlin: Rassisten attackieren und berauben Helfer

27.11.2015 10:47

In Berlin-Marzahn greifen zwei Männer einen Passanten an, nachdem dieser eingreift, als die beiden eine Frau bedrohen und rassistisch beleidigen. Als er sie zur Rede stellt, bedrohen sie ihn mit einem Messer und schlagen ihn nieder; zudem berauben sie ihn, sie flüchten unerkannt mit Geld aus seinem Portemonnaie. Der Angegriffene muss ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

Quelle: Polizei Berlin

Mainz: »Ode an die Freude« führt zu Anzeige der Polizei und Bedrohung durch Nazis

27.11.2015 10:46

Die Mainzer Polizei stellt Strafanzeige gegen Mitarbeiter des Staatstheaters, weil sie während einer Kundgebung der AfD aus dem Foyer und vom Balkon des Theaters herab Beethovens »Ode an die Freude« gesungen hatten. Die Polizei wertet den Gesang der etwa 100 Theaterleute als »grobe Störung« der rechten Kundgebung. Wenige Tage später berichtet der Intendant des Staatstheaters, Markus Müller, von einer Gruppe von Neonazis, die demonstrativ vor seinem Wohnhaus auftauchen und Fotos machen.

Quelle: »Allgemeine Zeitung«, SWR, »Welt«

Cottbus: AfDler greifen Reporterin an

26.11.2015 10:52

Auf einer Kundgebung der AfD in Cottbus (Brandenburg) wird die ZDF-Reporterin Britta Hilpert unter »Lügenpresse«-Geschrei angerempelt und geschubst, die Polizei verhindert Schlimmeres. Laut Reporter ohne Grenzen hat es in diesem Jahr in Deutschland bereits 22 Angriffe auf Journalisten gegeben.

Quelle: ZDF, Reporter ohne Grenzen

Sachsen: Private Hobbys eines LKA-Beamten

26.11.2015 10:51

Der »Islamismus-Experte« des sächsischen LKA und Ehemann der früheren »Pegida«-Frontfrau Kathrin Oertel nimmt gemeinsam mit seiner Frau an einer Hassbürgerversammlung gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in Radebeul teil, beide äußern sich auch in einem Interview des Onlineportals »Mopo24«. Das LKA erklärt dazu, Herr Oertel habe sich »lediglich privat geäußert«, seine Aussagen stünden in keinem Zusammenhang mit seinem Job.

Quelle: »Sächsische Zeitung«