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Nachruf an Gauck

25.03.2015 14:07

Fünfunddreißig Spanier und hundertfünfzehn Menschen anderer Herkunft sind bei einem Flugzeugabsturz getötet worden. 3.370 Menschen fallen jährlich in Deutschland dem Straßenverkehr zum Opfer, hundertfünfzig alle zwei Wochen. Sie werden ohne Sondersendungen und Sonderzeiten sonder Zahl eingelocht, nichts zu fressen für die Aasgeier, Reporter und Redakteure genannt, die an den Tresen provenzalischer Gasthöfe in ihrem zehnten bis zwanzigsten Pastis nach den Leichenteilen scharren, die geschwätzige Polizisten ihnen für ein kleines Handgeld überlassen. Die Toten des Autoverkehrs  werden vergraben, ohne dass die deutsche Kanzlerin samt Außen- und Verkehrsminister einflöge, um sich "vor Ort ein Bild zu machen" von den Bildern, die sie in Berlin im Fernsehen gesehen hat, aus dem einen die verlogene Visage des Bundespräsidenten anglotzt, der nicht ohne schwarze Krawatte im Gepäck reist und aus seinem Gedenkkästchen den Satz packt:

 „Ich bin weit weg von Ihnen kilometermäßig und ganz nah bei Ihnen mit meinen Gefühlen und meiner Trauer.“

In der Romantik nannten die Deutschen sich das Volk der Dichter und Denker; nach dem ersten ihrer Weltkriege nannte Karl Kraus sie das Volk der Richter und Henker. Heute sind sie das Volk der Henker und Gedenker. Ihr erster, der Gauck, aber hat Glück im Unglück der Hundertfünfzig: Wäre ein Angehöriger oder Freund von mir unter den Toten des Absturzes gewesen, kriegten des Präsidenten Leibwächter Arbeit. Hermann L. Gremliza

 

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