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Niklas Frank: Dunkle Seele - feiges Maul

Deutschland, diese »riesige schwarzbraune Mistkugel aus Millionen zusammengepappten dumpfbackigen Menschen«, sieht Niklas Frank heute wieder »auf der ausgefahrenen Spur«. Fünf Jahre lang hat sich der Autor von den Staatsarchivaren der Bundesländer Entnazifizierungsakten von A bis Z herausgeben lassen. Das Ergebnis ist eine »große Anklageschrift gegen die misslungene Entnazifizierung« (Sabine Lueken über das buch des monats in konkret 2-2017, S. 55).

In Dunkle Seele – feiges Maul beleuchtet Frank die Durchführung der Entnazifizierung zwischen 1945 und 1951 und wirft einen scharfen Blick auf die »junge Demokratie« der Bundesrepublik und das Alltagsleben im Nationalsozialismus – subjektiv und unwissenschaftlich. In einem Brief an Niklas Frank (veröffentlicht in der Rubrik »Aktuelles« unter www.konkret-magazin.de) schreibt der Schriftsteller Hermann Peter Piwitt über dieses Verfahren: »Durch Dich als quasi auktorialen Erzähler ist erst ein Abenteuerroman daraus geworden, der, selbst wenn man ihn vor der Zeit aus der Hand legt, immer wieder zum Zugreifen verführt.«


Helmut Peitsch und Helen Thein (Hg.): Lieben, was es nicht gibt

»Was ein Künstler ohne Revolution macht? Na, Kunst.« Ronald M. Schernikau schrieb diesen lakonischen Satz 1990 im Sonderheft literatur konkret. Er selbst machte seine Kunst in nichtrevolutionären Zeiten mit dem revolutionären Anspruch, etwas zu bewahren, was notwendige Bedingung jeder Revolution sein muss: »Das Wissen von der Möglichkeit, sich zu wehren«.

Unter dem Titel »Lieben, was es nicht gibt« fand im März 2015 im Berliner Literaturforum im Brecht-Haus eine Tagung statt, die das Wirken des Autors, seine Poetik, seinen Journalismus, seinen Begriff von Utopie und sein Kunstverständnis thematisierte. Im Verbrecher-Verlag ist nun der Tagungsband mit Beiträgen von Dietmar Dath, Christine Künzel, Jens Friebe, Georg Fülberth, Stefan Ripplinger, Marlies Janz und vielen anderen erschienen.

Dietmar Dath: Venus siegt

Wie war das doch gleich? »Häufig kam auch der Vorwurf, ich sei unverständlich. Ich war froh, den Adorno gelesen zu haben: Wer unverständlich sagt und dabei brüllt, der hat es so genau verstanden, dass er es vernichten muss. Andere sagten: Wir wissen, was das soll, und es gehört an die Wand gestellt. Aber das ist eine Generationensache, wie der Satz in der Kantine, wo einer aus einem der anderen, sozusagen geerdeteren und realistischeren Ressorts, also nicht aus dem Feuilleton, für das sie den Spruch ›vierter Stock, Spielwarenabteilung‹ haben, die Bemerkung fallenließ: Da kommt ja Schirrmachers bolschewistischer Raketenspinner.«

Das war, in konkret im Oktober 2009, Dietmar Dath, damals noch und heute wieder Redakteur im Feuilleton der »FAZ«. In seinem Roman Venus siegt (2015) findet auf dem Planeten in einigen hundert Jahren ein gewaltiges soziales Experiment statt: Gibt es eine Form des Zusammenlebens, in der Menschen, Roboter und künstliche Netzintelligenzen gleichberechtigt miteinander leben können? In die Gegenwart zurückübersetzt: Könnte die Rote Revolution in einem goldenen Oktober sich vollenden? 2016 erzählt Dath in der bearbeiteten und um 150 Seiten erweiterten Ausgabe seine futuristische Geschichte des Sozialismus zu Ende.

Tuvia Tenenbom: Allein unter Amerikanern

»Es gibt zwei Dinge, über die man in den Vereinigten Staaten nicht diskutiert, Religion und Politik, weil man sonst entweder geschlagen oder erschossen wird.«

Aber Tuvia Tenenbom wäre nicht Tuvia Tenenbom, würde er sich diese Warnung des Bürgermeisters von Kellogg, einer Kleinstadt im Bundesstaat Idaho, zu Herzen nehmen. Im Gegenteil: Auf seiner Reise kreuz und quer durch die USA spricht Tenenbom mit Waffennarren, Gefängnisinsassen, Studenten der Uni Berkeley, mit Superreichen, Evangelikalen, Gangstern, Rednecks und Antisemiten über Gott und die Welt, über Rassismus und Israel, den Irak-Krieg, amerikanisches Essen, Obama, Polizeigewalt und Prostitution.

In seiner dritten Großreportage Allein unter Amerikanern entdeckt Tuvia Tenenbom ein Land, das sich immer weiter polarisiert und dessen Bewohner ihn von Mal zu Mal überraschen.

Fiona Sara Schmidt, Torsten Nagel, Jonas Engelmann (Hg.): Play Gender

Was haben die feministischen Kämpfe der Vergangenheit erreicht? Was können wir heute aus ihnen lernen, und wo liegen die Schauplätze feministischer Praxis in der Gegenwart?

In Gesprächsrunden, Essays, Interviews und Dokumenten geht der Band Play Gender diesen und anderen Fragen nach. Es geht um Frauenbilder im Hip-Hop, die #Aufschrei-Debatte, die profeministische Männerbewegung, Critical Whiteness, Feminismus in der radikalen Linken, Geschlechterverhältnisse in der Clubkultur, Netzfeminismus und vieles mehr.

Das Buch enthält auch Beiträge der konkret-Autorinnen und -Autoren Christina Mohr, Jonas Engelmann, Mithu M. Sanyal, Sarah Diehl und Martin Büsser.

Alain Badiou: Wider den globalen Kapitalismus

»Der globalisierte Kapitalismus hat seine zersetzende Energie wiedergefunden und obendrein hat er sie in einer Weise weiterentwickelt, die dem Kapitalismus heutzutage als anerkannte globale Struktur eine praktisch unangefochtene Herrschaftsform über den gesamten Erdball einräumt.«

Ausgehend von den Terroranschlägen des 13. November 2015 in Paris, die er für eines der vielen Symptome einer schweren Krise der heutigen Welt hält, beschreibt der marxistische Philosoph Alain Badiou die Struktur des Kapitalismus im 21. Jahrhundert, den Verfall der Staatlichkeit und den Aufzug eines neuen Faschismus. Wider den globalen Kapitalismus ist auch ein Manifest für ein neues politisches Denken, das dem Nihilismus der Faschisten standhält, ohne sich zum Agenten der imperialen und zerstörerischen Entfaltung des Kapitalismus zu machen. Wie das gehen kann? Durch die Entwicklung einer modernen Form des Kommunismus.

Elisabeth Wehling: Politisches Framing

Vieles, was wir von der Welt wissen, und welchen Reim wir uns auf die Verhältnisse machen, ergibt sich nicht aus rationaler Beobachtung und dem Wirken der objektiven Vernunft. Was unser Denken (und damit auch unser Handeln) bestimmt, sind nicht Fakten, sondern Frames – Deutungsrahmen, die unwillkürlich aufgerufen werden, wenn wir bestimmte Wörter hören; ideologisch durchtränkte Begriffe, die vorgeben, einen Sachverhalt schlicht zu beschreiben: Steuererleichterung, Arbeitgeber, Flüchtlingswelle. »Sprache ist Politik«, meint die Autorin Elisabeth Wehling (siehe Rezension in konkret 4/16 und ihren Beitrag »It’s a man’s word« in konkret 6/16). In ihrem Buch Politisches Framing, das im Herbert-von-Halem-Verlag erschienen ist, untersucht sie die Sprache der Politik als den Jargon der Herrschaft.

 

Katja Kipping: Wer flüchtet schon freiwillig

»So wie wir wirtschaften und handeln, wie wir arbeiten, konsumieren und Politik machen – so kann es nicht weitergehen.«

Die »Flüchtlingskrise« stellt die Systemfrage. Wachsende Ungerechtigkeiten der kapitalistischen Weltwirtschaftsordnung, Wohlstand hier, Ausbeutung dort, Krisen und Kriege – der Kapitalismus hinterlässt in seiner Peripherie nur noch verbrannte Erde und zwingt Menschen zur lebensgefährlichen Flucht in Regionen, in denen ein besseres Leben noch möglich scheint. Dort, also zum Beispiel in Europa, in Deutschland, treffen sie auf den Rassismus der Einheimischen und das System einer repressiven bürokratischen Menschenverwaltung – ihre Flucht findet kein Ende.

In ihrem Buch Wer flüchtet schon freiwillig befasst sich Katja Kipping, Vorsitzende der Linkspartei, mit den Fluchtursachen, dem Rassismus der Mehrheitsgesellschaft, dem europäischen Grenzregime und den Möglichkeiten einer linken Bewegung, die ein besseres, ein solidarisches und offenes Europa erkämpfen könnte.

Gila Lustiger: Erschütterung

„Nicht jede Epoche bringt Djihadisten hervor. Unsere schon.“ Die Schriftstellerin Gila Lustiger hat die Anschläge vom 13. November in Paris miterlebt und stellt sich die Frage, welche Verhältnisse dem globalisierten Terrorismus den Boden bereiten. Was bringt Menschen dazu, ihren Körper in ein Killerwerkzeug, in eine radikale Tötungsmaschine zu verwandeln? Treibt sie blanker Hass, Verzweiflung oder religiöser Fanatismus?

Die in Paris lebende jüdische Autorin setzt sich in ihrem Essayband Erschütterung kritisch mit Fragen der Integration, der sozialen Gerechtigkeit und mit den Antworten des Westens auf den Terror auseinander. Dabei befasst sie sich auch mit der europäischen Flüchtlingspolitik, den Ereignissen der Kölner Silvesternacht und mit der Frage, wie der Westen, statt den permanenten Ausnahmezustand auszurufen und einen blutigen war on terror zu führen, auf den Djihadismus reagieren solle.

Franz Neumann, Herbert Marcuse, Otto Kirchheimer: Im Kampf gegen Nazideutschland 

»Es war, als hätte sich der linkshegelianische Weltgeist vorübergehend in der Mitteleuropäischen Abteilung des OSS angesiedelt«, sagte ein Geheimdienstmitarbeiter ironisch über seine neuen Kollegen. Franz Neumann, Herbert Marcuse und Otto Kirchheimer, allesamt Mitglieder des Frankfurter Instituts für Sozialforschung, waren aus Nazi-Deutschland ins US-amerikanische Exil geflohen und arbeiteten seit 1943 für den Nachrichtendienst des Kriegsministeriums der USA. Ihre Analysen zu den sozialen, politischen und ökonomischen Grundlagen des Nationalsozialismus, ihre Einschätzungen zur Rolle des Antisemitismus in Deutschland sowie ihre Entwürfe für den Aufbau einer demokratischen und sozialistischen Gesellschaft nach dem Zusammenbruch der NS-Diktatur dienten der militärischen Planung der Alliierten, der psychologischen Kriegsführung und später der Entnazifizierung.

Im Kampf gegen Nazideutschland (erschienen bei Campus und buch des monats in konkret 3/16) enthält die Berichte der Frankfurter Schule für den amerikanischen Geheimdienst von 1943 bis 1949.

Sama Maani: Respektverweigerung

Müssen wir jetzt »unsere Kultur« aufgeben?, fragen sich die von Flüchtlingen in ihrem trostlosen Landstrich heimgesuchten Deutschen, während ihre Volksgenossen das hiesige Brauchtum mit Streichholz und Benzinkanister schützen. Die da in »Flüchtlingsströmen« kämen, seien nun mal Exemplare einer ganz anderen kulturellen Sorte, deren Grundausstattung leider einige hierzulande übliche Features – etwa Zivilisiertheit und Achtung der Frau – entbehre. Und während die verbliebenen Liberalen und allerlei Linke die »fremde« Kultur als Bereicherung verstanden wissen wollen, erscheint sie der Mehrheitsgesellschaft als Bedrohung.

Der Psychoanalytiker Sama Maani erklärt in seinem Essayband Respektverweigerung, wie die Herrschaft des Kulturprinzips hegemonial geworden ist, warum wir demgegenüber weder die »fremde« noch die »eigene« Kultur respektieren sollten, warum wir über den Islam nicht reden können und uns Israel erregt.


dath: leider bin ich tot

Dietmar Dath: Leider bin ich tot

»Ihr wollt erkennen, ihr wollt Spiegelsein, ihr wollt die Wahrheit wissen über die höheren Intelligenzen. Ihr wollt sehen, wie ein Spiegel sieht: so, dass man’s euch ansieht, was ihr seht. Schließt lieber die Augen. Dieses Haus ist umstellt.« Es gibt Risse und Falten in der Welt der Menschen, das Unbegreifliche stürzt sie in Erklärungsnot. Was, wenn’s zwischen Himmel und Erde mehr gibt, als der Hedonismus sich träumen lässt? Was, wenn Gott doch existiert und sie uns nicht mag?

In Dietmar Daths neuem Roman Leiderbin ich tot wird der Realität mächtig zugesetzt: Menschen, die durch Spiegel in ferne Welten blicken, Figuren, die durch Zeitlöcher in andere Dimensionen reisen, ein Wesen, das Gott oder der Teufel oder, zum Kuckuck!, was auch immer sein könnte.


der realist

Asaf Hanuka: Der Realist 

Wie lebt man als moderner Mensch in einem Staat, der ständig von Terror und Krieg bedroht ist – zwischen Kindererziehung und Facebook, Religion und Psychotherapie? Den israelischen Zeichner Asaf Hanuka begleitet die Frage nach der eigenen Identität. Als Kinder irakischer Einwanderer zeichneten er und sein Zwillingsbruder Tomer im Israel der siebziger Jahre Marvel-Comics ab. Er selbst sagt, er habe einen versteckten arabischen Hintergrund, sei Jude und glaube nicht an Gott. Aus dem tristen Grau der Alltagsepisoden erheben sich Superhelden und Monster – surreal, absurd komisch und vor allem geistreich.

 

abo 11-15

Axel Klingenberg: Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!. Wie Deutschland verblödet

Sie sind wieder da!

Weil die Patrioten und Rassisten von heute schließlich aus der Geschichte gelernt haben, wollen sie Bürger, Volk und Pegida, nicht Nazis und NSDAP heißen. Ihre Parolen und Brandreden formulieren die, denen stets ernstzunehmende »Sorgen und Ängste« attestiert werden, zwar weniger medientauglich als Seehofer, Plasberg oder Gabriel, aber mit dem »Pack« verträgt sich der Mob in Nadelstreifen bestens. Soll sich niemand wundern, dass der Stammtisch, an dem seit Jahr und Tag beim Herrengedeck rassistische Gewalt propagiert wird, mal wieder geschlossen auf die Straße geht, um Flüchtlingsunterkünfte in Brand zu setzen und Ausländer zu jagen. In seinem Buch Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! erläutert Axel Klingenberg, auf welchen Wegen die Verblödung der Deutschen voranschreitet und wie geistige Brandstifter von Sarrazin bis Pirinçci ein Klima geschaffen haben, in dem deutschtümelnde Idioten ihrer Geisteshaltung Taten folgen lassen: »Man wird ja wohl noch ein Asylantenheim anzünden dürfen!«

Jürgen Roth: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort 

Versprecher

»Ein Deutscher ist ein Mensch, der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben«, schrieb Adorno. Politiker, die Sachwalter des herrschenden Irrsinns, sind Menschen, die qua Funktion ihre Lügen so auszusprechen haben, dass mit ihnen auch andere sie glauben. Es verrät keiner ein Staatsgeheimnis, der sagt, dass zum Geschäft der Politik die Verstrickung in kriminelle Machenschaften, das Verschleiern, das Täuschen der Urnengänger, das Decken von Verbrechen, Niedertracht und Heuchelei gehören. Jürgen Roth erzählt in Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort! eine kleine Geschichte politischer Skandale und Lügengeschichten. Er beleuchtet mit einer Vielzahl mal obszöner, mal hochkomischer O-Töne Klassiker der politischen Kabale und führt peinliche und gefährliche Gestalten aus siebzig Jahren deutscher Politik vor: Denunzianten, Luschen, Wahlbetrüger und Nebelwerfer.

 

 

 

Stéphane Charbonnier: Brief an die Heuchler 

Pfaffenspiegel

Kurz vor seiner Ermordung durch radikale Islamisten in den Redaktionsräumen von »Charlie Hebdo« hat Stéphane Charbonnier, der damalige Chefredakteur der Satirezeitschrift, das Pamphlet Brief an die Heuchler verfasst. Darin denunziert Charb jene vermeintlichen Antirassisten, die vor einer grassierenden Islamophobie warnen, während sie als Religionsschützer einen Glauben verteidigen, den sie für die artgerechte Lebensweise arabischstämmiger Menschen halten. Der Brief an die Heuchler ist eine Streitschrift gegen die Frömmler, die sich nicht mehr darauf beschränken, ihre »Beleidigungen der Vernunft nur im Innenraum jener Grabmäler des Geistes vorzubringen«, die sie Kirchen, Moscheen, Synagogen nennen; gegen linke Intellektuelle mit religiösen Gefühlen; gegen rechte Menschenfeinde und rassistische Eliten. Charbonnier ergreift Partei für eine aufgeklärte Position, die ganz selbstverständlich zwischen Rassismus und Religionskritik zu unterscheiden weiß.

 


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Klaus Theweleit: Das Lachen der Täter: Breivik u.a.

Totlacher

Als Anders Behring Breivik am 22. Juli 2011 auf der norwegischen Insel Utøya in einer Stunde 69 Menschen erschoss, hörten die Jugendlichen, die vor dem Attentäter fliehen konnten, hinter sich das Gelächter des Killers. Auch später vor Gericht konnte sich Breivik sein Grinsen nicht verkneifen. Die Internetpostings des IS sind voller Smileys, Wehrmachtsoldaten erzählen sich feixend von Massenerschießungen.

Was haben die Täter zu lachen? Was verrät ihr lustvolles Gelächter über ihre Motive und psychischen Dispositionen? Klaus Theweleit entwirft in seinem neuen Buch ein Psychogramm der Tötungslust. Er erklärt, warum die Freude am Morden ihren Ursprung weder in Ideologien noch in Religionen hat, sondern einer bestimmten Triebstruktur beschädigter und vom Zerfall bedrohter Subjekte entspringt.


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Leonie Treber: Mythos Trümmerfrauen

Großreinemachen

Die Trümmerfrau gehört zum festen Bestandteil historischer Darstellungen der deutschen Nachkriegszeit. Was hat es mit ihr auf sich? In dem Buch Mythos Trümmerfrauen hat Leonie Treber erstmals die überlieferten Fakten geprüft. Sie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es nur ganz wenige Belege dafür gibt, dass tatsächlich Frauen im Krieg und in der Nachkriegszeit Bombentrümmer beseitigt haben. Meist waren professionelle Firmen mit technischem Großgerät und Fachkräften die Hauptakteure der Trümmerräumung. Die Autorin zeigt, wie der nationale Mythos Trümmerfrau mit all seinen Facetten entstanden ist und entziffert seine Bedeutung. Wer jetzt konkret eine neue Abonnentin oder einen neuen Abonnenten nennt, bekommt das Buch geschenkt


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Corry Guttstadt (Hg.): Wege ohne Heimkehr

Vergessene Gräber

Der im Schatten des Ersten Weltkriegs verübte Völkermord des Osmanischen Reichs an den Armeniern jährt sich 2015 zum hundertsten Mal. Den Deportationen, Massakern und Todesmärschen fielen historischen Forschungen zufolge bis zu 1,4 Millionen Menschen zum Opfer. Im öffentlichen Bewusstsein hierzulande spielt der Genozid an den Armeniern kaum eine Rolle, obwohl die deutsch Mitverantwortung für die Verbrechen der Jahre 1915 bis 1916 gut dokumentiert ist. In Form einer literarischen Anthologie will Wege ohne Heimkehr ein Zeichen gegen das Vergessen setzen und an den Massenmord erinnern, aber auch das Leben der Armenier vor und nach dem Ersten Weltkrieg darstellen. Es versammelt vor allem literarische, häufig autobiografisch geprägte Texte – einige davon stammen von Überlebenden der Deportationen.


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Jörg Kronauer: "Ukraine über alles!"

Heiße Krieger

Im Osten der Ukraine kollidieren nicht nur Separatisten und die ukrainische Armee, sondern auch deutsche, US-amerikanische und russische Interessen. Was sind die Gründe, die vor allem die Bundesrepublik und die Vereinigten Staaten zur Einmischung in innerukrainische Angelegenheiten veranlasst haben? Und welchen Verlauf hat ihre Einmischung genommen? Jörg Kronauers Buch untersucht die Einflussinstrumente und Machtmittel, die die westliche Politik eingesetzt hat, und beschreibt, an welche Traditionen der Ukraine die westlichen Staaten dabei andockten und weiter anzudocken versuchen: die der NS-Kollaboration der »Organisation Ukrainischer Nationalisten«.


Valentin Thurn, Stefan Kreutzberger: Harte Kost

Hunger Games

»24 Prozent der Weltgetreideernte landen in den Trögen des Nutzviehs, 13 Prozent landen im Biosprittank, nur 30 Prozent werden von Menschen verzehrt, und noch ein wenig mehr, nämlich 33 Prozent, landen im Müll«. Die ressourcenfressende Lebensmittelproduktion kennt keinerlei Maß außer dem geldwerten Vorteil. Dabei nimmt sie Umweltzerstörung und Mangelernährung billigend in Kauf. Wo keine zahlungskräftige Nachfrage existiert, bleiben die Teller leer, denn »Hunger ist kein Grund zur Produktion« (Max Horkheimer).

In ihrem Buch Harte Kost erklären die Autoren Valentin Thurn und Stefan Kreutzberger, wie unser Essen produziert wird, und machen sich auf die Suche nach Alternativen für die Ernährung der Welt.


George Packer: Die Abwicklung

Vom Millionär zum Tellerwäscher

 »Usha glaubte nicht, daß Amerika unterging. Sie sah immer noch eine verheißungsvolle Zukunft, zumindest für ihre Kinder. ›Gesegnetes Amerika‹, sagte sie, ›ich glaube daran, ehrlich.‹« In seiner literarischen Collage porträtiert George Packer eine Fabrikarbeiterin, einen Kleinunternehmer, einen Irak-Kriegsveteranen, aber auch prominente Amerikaner wie den Rapper Jay Z (»I’m not a businessman, I’m a business, man«) und zeichnet anhand ihrer Lebensgeschichten die vergangenen dreißig Jahre der USA nach. Fazit: Der amerikanische Traum ist ausgeträumt, die großen Glücksversprechen klingen nur noch zynisch, die Ideale werden abgewickelt. George Packer zeigt, wie die Krise die USA im Innersten erschüttert hat.


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Michaela Kipp: "Großreinemachen im Osten"

Kehrwoche Holocaust

 »Wir kämpfen darum, unser Land von Schmutz und Parasiten zu befreien.« Der Kampfruf des ukrainischen Präsidenten Poroschenko ist nicht neu. Er stand so und ähnlich in unzähligen Feldpostbriefen, die deutsche Soldaten aus dem Vernichtungskrieg an ihre Lieben in der Heimat schickten. In ihrem Buch Großreinemachen im Osten untersucht Michaela Kipp anhand dieser Briefe die massenmörderischen Konsequenzen des deutschen Reinlichkeitswahns.

 

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Rainer Trampert: Europa zwischen Weltmacht und Zerfall

THE BIG CHANGE

Europa wird zum Sanierungsfall des Weltkapitalismus. Die USA sitzen auf den horrenden Kosten ihrer militärisch flankierten Demokratieexporte und wollen in Zukunft nicht mehr den Bad Cop auf der Weltbühne geben. Der alte Kapitalismus macht langsam, aber sicher bankrott, während die halbe Menschheit, in China, Indien und anderen Schwellenländern, die größte Industrialisierung aller Zeiten erlebt. Die globale Machtarchitektur verschiebt sich, und über den Köpfen der Berufsoptimisten kracht das europäische Haus zusammen. Kleinstaaterei und Nationalchauvinismus mobilisieren die Massen auch gegen die Interessen des expansiven Kapitals.

In Europa zwischen Weltmacht und Zerfall analysiert Rainer Trampert Propaganda und Wirklichkeit der europäischen Idee, den Aufstieg der Schwellenländer, das Fundament der deutschen Hegemonie in Europa, den Vormarsch des Rechtspopulismus und die deutsche Ideologie des 21. Jahrhunderts. 


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Tristan Taormino u.a.: Feminist Porn Book

Viva la Vulva!

PorYes, PorNo? Können Pornos feministisch sein? Die sexpositive Bewegung will Denk- und Verhaltensmuster revolutionieren und nimmt die Pornoindustrie auseinander. Queere, transsexuelle, feministische, lesbische Pornos setzt sie der handelsüblich sexistischen Massenware entgegen. Der feministische Porno will neue Strategien der Lusterzeugung erproben, Begierden wecken und Wissen vermitteln. »Intelligent fickt gut, und so verlangt die vielzitierte ›Generation Porno‹ andere, weniger Stereotype und weniger normierte sexuelle Bilder und Informationen.«

Im Feminist Porn Book schreiben Pornoproduzentinnen, -regisseurinnen, -darstellerinnen und feministische Theoretikerinnen über alternative Pornographie und Empowerment jenseits der Geschlechtergrenzen.


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Semiya Simsek: Schmerzliche Heimat

Neues Deutschland

 »Es war der 10. September des Jahres 2000. Das Datum hat sich mir eingebrannt. Ich war vierzehn Jahre alt.« An jenem Tag erfährt Semiya Şimşek von den tödlichen Schüssen auf ihren Vater Enver. An einer Ausfallstraße in der Nähe Nürnbergs verkaufte er Blumen, als ihn zwei Männer aus nächster Nähe niederschossen. Die Polizei durchleuchtet die Familie, beschuldigt Mutter, Onkel, die gesamte Verwandtschaft, lädt regelmäßig zum quälenden Verhör, bezeichnet den Toten als Kriminellen, geht von mafiösen Strukturen aus. Nach elf Jahren erfährt Semiya Şimşek die Wahrheit über die Umstände des Todes ihres Vaters: Er war das erste Opfer der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund. In Schmerzliche Heimat. Deutschland und der Mord an meinem Vater erzählt Semiya Şimşek ihre Geschichte.


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Rafael Chirbes: Am Ufer

España y muerte

Der Spanier hat über seine Verhältnisse gelebt, sagt der Leitartikel, geschieht ihm ganz recht, was ihm jetzt geschieht. In seinem Kriminal- und Familienroman Am Ufer übersetzt Rafael Chirbes des deutschen Spießers Weltbild so empathisch wie witzig und sarkastisch in die verzweifelte Wirklichkeit einer spanischen Familie am Rande des Abgrunds und einen Schritt darüber hinaus. »Der weitaus beste spanische Roman über die Krise. Das wichtigste Buch der letzten Jahre«, nannte es die linksliberale »El País«, die größte Zeitung des Landes.

 


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Miltiadis Oulios: Blackbox Abschiebung. Geschichten und Bilder von Leuten, die gerne geblieben wären

Im Knast bei Freunden

»Ausländer raus!« lautet die Handlungsmaxime der deutschen Abschiebebehörden. Wer bei der Sortierung in arbeitsfähige Fachkräfte und überflüssiges Menschenmaterial durch die Fahndungsraster fällt, also weder als »Computer-Inder« noch als Altenpflegerin mit Hungerlohn taugt, bleibt den Razzien der hiesigen Behörden ausgeliefert, deren Exekutoren ihre Opfer mit Vorliebe im Morgengrauen heimsuchen, aus dem Schlaf reißen und, wenn nötig, gewaltsam über die Landesgrenze schaffen. Und dann? Was geschieht mit den etwa zehntausend Menschen, die pro Jahr aus Deutschland abgeschoben werden, nach ihrer erzwungenen Ausreise?

In seinem Buch Blackbox Abschiebung porträtiert Miltiadis Oulios neun Menschen, die gerne geblieben wären, und läßt sie ihre Geschichte erzählen.


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Jacques Tardi: Ich, René Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB

Papa, erzähl vom Krieg!

Im Frühjahr 1940 gerät der französische Panzerfahrer René Tardi in deutsche Kriegsgefangenschaft und wird für fast fünf Jahre im Stalag II B in Hinterpommern interniert. Nach dem Krieg schweigt er über seine Geschichte, aus Scham und Verbitterung. Bis sein Sohn, der radikale französische Comic-Künstler Jacques Tardi, den Vater drängt, seine Erlebnisse aufzuschreiben. Aus den Erzählungen seines Vaters hat der Comic-Chronist nun ein weiteres Kunstwerk gemacht: »eine Geschichte der Besiegten«, der Niederlage, mit surrealen Effekten und Metaphern. »Tardis Vater kotzt Geschichte aus, chronologisch, voller Bitterkeit und viel zu spät« (aus der Rezension von Sven Jachmann in KONKRET 11-2013 auf Seite 58/59).

 

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Rosa Luxemburg: Nationalitätenfrage und Autonomie

Vaterlandsfriedensbruch

»Die geschichtlich-klassenmäßige Aufgabe der Bourgeoisie ist die Schaffung des modernen ›National‹-Staates, die geschichtliche Aufgabe des Proletariats ist jedoch die Abschaffung dieses Staates als politische Form des Kapitalismus, in der es selbst als bewußte Klasse auf die Welt kommt, um das sozialistische System einzuführen.« –

Setzen, sechs, Proleten! Daß die Arbeiterklasse mit ihrer historischen Aufgabe so schlampig umgegangen ist, kann man Rosa Luxemburg nun wirklich nicht anlasten.

In ihrer bis heute weitgehend unbekannt gebliebenen Schrift Nationalitätenfrage und Autonomie, die jetzt erstmals vollständig auf deutsch vorliegt, diskutiert sie die bürgerlichen Grundlagen des Nationalstaats und kritisiert Vorstellungen nationaler Selbstbestimmung, wie sie auch heute noch unter Linken kursieren.

 

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Stefan Gärtner: Angéla. Lehrjahre einer Liebeshungrigen

Angie im Wunderland

»Angéla war ein freundliches, aber unscheinbares Kind. Blau schwammen Augen unterm Pony, und Optimisten hätten gefunden, ihr Blick sei halbvoll. Reserve war darin und Rückzug, und für die Vermutung, es sei mehr Sein in Angéla, als der Schein vermuten ließ, sprach zumindest, daß das Gegenteil schlecht möglich war.« Im Königreich Transelbanien lebt die kleine Angéla, Tochter des Marquis de Fromageur. Später macht sie Karriere unter dem neuen König Elmût, empfiehlt sich für allerhöchste Aufgaben und gerät dabei in einen Strudel aus Politik, Lust und Ökologie. Mit seinem »erotisch-historischen Schelminnenroman« Angéla. Lehrjahre einer Liebeshungrigen liefert der Humorgelehrte Stefan Gärtner genau die richtige Lektüre für einen drögen Wahlabend.


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Wolf Wetzel: Der NSU-VS-Komplex. Wo beginnt der Nationalsozialistische Untergrund - wo hört der Staat auf?

Haltet den Dieb!

Bei den Einrichtungen Prism und NSA sind sich die hiesigen Meinungsnehmer mit ihren Meinungsgebern in den Print- und Rundfunkredaktionen mal wieder völlig einig: Die US-amerikanischen Geheimdienste sind moralisch verdorben, undemokratisch und mindestens totalitär – ganz im Gegensatz zu den deutschen. Daß hierzulande eine Vereinigung namens Nationalsozialistischer Untergrund über 13 Jahre unbehelligt mordend durch die Gegend ziehen konnte, während die Ordnungshüter im »ausländischen Milieu« ermittelten, ist darüber beinahe schon wieder vergessen. Mit seinem Buch Der NSU-VS-Komplex fahndet Wolf Wetzel akribisch im Milieu der deutschen Geheimdienste und ist dabei dem organisierten Verbrechen auf der Spur. Von V-Leuten und Schredder-Agenten, von Nazi-Banden und staatlichen Rackets handelt das Buch.


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Elina Fleig, Madhuresh Kumar, Jürgen Weber (Hgg.): Speak up! Sozialer Aufbruch und Widerstand in Indien

»India Shining«

Ein aufstrebendes Schwellenland mit dem Zeug zur neuen Großmacht: So beschreibt der Westen gerne Indiens Aufstieg vom Slumdog zum Millionär. Daß mit den gigantischen Wachstumsschüben, die der Subkontinent in den vergangenen Jahren erlebte, die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen zerstört wurden und die soziale Ungleichheit dramatisch zugenommen hat, wird dabei meist ignoriert. Von den Kämpfen und dem Widerstand der Marginalisierten und Subalternen Indiens bekommt man im Westen ohnehin kaum etwas mit. Speak Up! rückt eben diese Schattenseiten des indischen Wirtschaftswunders ins Zentrum des Interesses und verleiht einem breiten Spektrum unterschiedlichster politischer Bewegungen eine Stimme. Das Buch enthält 22 Beiträge indischer Autoren und Autorinnen sowie Interviews mit Aktivisten und Aktivistinnen.


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Anja Röhl: Die Frau meines Vaters. Erinnerungen an Ulrike

Der Röhl-Meinhof-Komplex

Wer Anja Röhls Buch Die Frau meines Vaters in Erwartung einer Fortsetzung des »neurotischen deutschen Familienromans«, der Öffnung einer weiteren »Akte Meinhof« oder einer politischen Verschiebung der Perspektive auf die RAF liest, wird enttäuscht. Röhls Erinnerungen an Ulrike, wie es im Untertitel heißt, sind nicht geeignet, Nachschub für die nun schon Jahrzehnte währende Schlammschlacht um die Wahrheit im Röhl-Meinhof-Komplex zu liefern.

Zu Ulrike M. zu halten war damals für Anja Röhl keine Frage, sondern konsequent. Eine Entscheidung, über deren Bedingungen und Möglichkeiten sich auch heute noch viel eher nachzudenken lohnte als über die Familienaufstellung. Dazu hätte man gern mehr erfahren. Es sind diese Leerstellen, die Anja Röhl erinnernd ihren Figuren läßt, die Fragen aufwerfen und Einspruch provozieren. Viel eher als die geschwärzten Passagen, die ihre Halbschwester rechtlich durchgesetzt hat. (Auszug einer Besprechung des Buches Die Frau meines Vaters aus KONKRET 6/2013)


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Karlheinz Deschner: Kriminalgeschichte des Christentums. 18. Jahrhundert und Ausblick auf die Folgezeit (Band 10)

Vors Jüngste Gericht

zieht Karlheinz Deschner die Kirche mit seiner Kriminalgeschichte des Christentums. Ihr erster Band erschien 1986, ihren letzten, zehnten, über den blutigen Niedergang des Papsttums, legt der Autor, der im Mai 89 wird, jetzt vor. »Wie furchtbar der Glaubenseifer sein kann«, schrieb der Theologe Adolf Holl, »ist in der Kriminalgeschichte des Christentums nachzulesen. Nach der Lektüre wirken all die Päpste, Kardinäle, Bischöfe und Äbte, Theologen, Nonnen, Mönche und Priester von den ersten Anfängen der Kirche bis in die katholische Gegenwart wie eine Bande von Gangstern, deren verbrecherische Machenschaften sich hinter Weihrauchwolken verbergen.«



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Carl Cederström/Peter Fleming: Dead Man Working. Die schöne neue Welt der toten Arbeit

Working pur!

Daß der Arbeitsgesellschaft einmal die Arbeit ausgehen würde, war manchen ein Alptraum, manchen aber auch eine Hoffnung. Heute schleppen sich die aufgeweckten Untoten und geschäftigen Zombies einer Scheinarbeitsgesellschaft von einem Meeting zum nächsten. Beim Busineß-Yoga mit dem hippen Boß, bei Power-Napping, Social- Networking und Kursen in Emotionsmanagement treiben sich die Arbeitskraftbehälter im Zuspätkapitalismus die letzte Regung des Lebendigen aus. Tote Arbeit, heißt es bei Marx, ist vergangene, vergegenständlichte, menschliche Arbeit in geronnener Form. Jetzt schlurft der vergangene, vergegenständlichte Mensch als Dead Man Working über die Bühne. Und niemand läßt den Vorhang fallen. Das Buch über die schöne neue Welt der toten Arbeit bekommt geschenkt, wer jetzt konkret eine neue Abonnentin oder einen neuen Abonnenten vermittelt.


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Walter Gerlach und Jürgen Roth (Hg.): Schwarzbuch Rassismus

»Zitronenneger«

Was in der französischen Agentenklamotte »OSS 117« ein sarkastisches Witzwort (hier: über Menschen aus Ostasien) ist, kann in der deutschen Nacht einen Totschlag vorbereiten. Auf 300 Seiten hält das Schwarzbuch Rassismus fest, was siebzig Schriftsteller und Zeichner zum Thema zu sagen hatten und haben. Mit Texten und Cartoons von: Matthias Altenburg (Jan Seghers), James Baldwin, Walter Bauer, F. W. Bernstein, Otto A. Böhmer, Thomas Brasch, Silke Burmester, Peter Burri, Philippe Cantraine, Peter O. Chotjewitz, Detlev Claussen, Teodoro Cordeiro, Eva Demski, Jörg Dreyer, Bob Dylan, Matthias Egersdörfer, Eugen Egner, Frantz Fanon, Franz Fühmann, Stefan Gärtner, Wilhelm Genazino, Greser & Lenz, Severin Groebner, Thomas Gsella, Teresa Habild, Hauck & Bauer, Heinrich Heine, Eckhard Henscheid, Janssen & Mayer, Jess Jochimsen, Mascha Kaléko, Ruth Klüger, Günther Koch, Karl Kraus, Lame Deer, Primo Levi, Luther Standing Bear, Christian Maintz, Philipp Mosetter, Sheila Mysorekar, Ulrike Obermayr, Gerhard Polt, Michael Ringel, Marianne Rosenberg, Rozewicz, Michael Sailer, Jörg Schneider, Georg Seeßlen, Sitting Bull, Ralf Sotscheck, Kurt Tucholsky, Mark Twain, Vanja Vukovic, Peter Weiss, Hans Well, Rayk Wieland, Ror Wolf, Jenni Zylka u.a.


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Volker Pispers: ... live 2012

»Ich bin Volker«

Die herzerwärmende Parole, mit der ein Bürger der DDR 1989 auf dem Alexanderplatz seine Distanz zu den »Wir sind das Volk«- Volksgenossen markierte, paßte gut auf das Panier des Volker Pispers. »Kapitalismus als Religion «, »Merkels Sprechblasen«, »Die Mauer war unser Freund« oder »Deutschland geht es gut« heißen vier der 26 Nummern, mit denen Volker Pispers 2012 live aufgetreten ist.


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Matthias Altenburg: Courage

Erste Hilfe 

Wie wird man durch Armut reich? Wofür werden Kriege gebraucht? Wie lügt man mit der Wahrheit? Wie werden Meinungen gemacht? Warum sind unsere T-Shirts zu billig? Fünf von fünfzig Fragen, auf die Matthias Altenburg seiner sechzehnjährigen Tochter Paula Antwort gibt – ein Vademekum für Schüler, Studenten, Eltern und Lehrer, dem Altenburg den Titel Courage – Anstiftung zum Ungehorsam gegeben hat.


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Olaf Sundermeyer: Tor zum Osten. Besuch in einer wilden Fußballwelt

Tor zum Wilden Osten 

Fußball – was bedeutet er in Polen und der Ukraine, den Ländern der EM? Olaf Sundermeyer interviewt Hooligans, trifft käufliche Trainer, angetrunkene Verbandsfunktionäre, den Politiker Donald Tusk, schwerreiche Oligarchen und rechtsradikale Ultras. In Rußland lernt er deutsche und holländische Trainer kennen, die wie Maden im Speck leben.

 


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Erich Honecker: Letzte Aufzeichnungen

And now for something completely different

Meinungsfreiheit, so durfte man in den gefühlten tausend Talkshows über den Pastor Gauck lernen, ist die Freiheit, die Freunde der kapitalistischen Oper zu lieben, zu ehren, in guten wie in bösen Tagen, oder das Maul zu halten. Wer es nicht tut, kriegt was drauf, gern von heiligen Inquisitoren, die noch gestern ihr Publikum fragten, wie Helmut Schmidt mit Vornamen heißt (nämlich Karl-Heinz). Da sind für Leute von auch nur bescheidenem Geschmack (und Fans von Monty Python) ein willkommenes Something Completely Different die Flüche und Verdikte, die ein störrischer Feind ihres Dritten und des Vierten Reichs den braven Deutschen aufgeschrieben hat, 1992, als Todkranker eingesperrt in das Gefängnis von Berlin-Moabit, in dem sie ihn schon von 1935 bis 1937 gequält hatten.


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Lydia Cacho: Sklaverei

Menschen im An- und Verkauf

Nie wurde so viel von Menschenrechten und Menschenwürde geschwätzt, nie gab es so viel Sklaverei wie heute. Jedes Jahr werden 1,4 Millionen Menschen, meist Frauen und Kinder, für sexualisierte Sklavenarbeit (bis hin zu Organhandel) an- und verkauft.

 

 


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Stephanie Cooke: Atom. Die Geschichte des nuklearen Irrtums

Das nukleare Zeitalter

in seinem Lauf hält weder GAU noch Künast auf. Aller Erfahrung nach und den Geboten des marktwirtschaftlichen Verstandes gemäß werden Atomkraftwerke in der Regel so lange betrieben, bis sie ihren Betreibern um die Ohren fliegen. Fukushima bescherte den Deutschen zwar eine Aussetzung der Laufzeitverlängerung für hiesige AKWs, aber die Stimmen der Fürsprecher werden die »nukleare Renaissance« einfordern, sobald sich die radioaktive Wolke verzogen hat. Stephanie Cooke erklärt in ihrem Buch Atom. Die Geschichte des nuklearen Irrtums, warum die Nutzung der Kernenergie nicht erst dann zum Störfall wird, wenn die permanent anzunehmende Katastrophe eintritt, und weist in ihrer kritischen Geschichte des nuklearen Zeitalters auch auf die Verwandtschaft ziviler und militärischer Nutzung der Atomkraft hin.


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Jutta Ditfurth: Krieg, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun: Die Grünen

Grüner Super-GAU

Was in den Siebzigern und Achtzigern als »Anti-Parteien-Partei« der »neuen sozialen Bewegungen« entstand, wurde deren Größter Anzunehmender Unfall. Heute sind die Grünen »ein Motor des neokonservativen Rollbacks«. Jutta Ditfurth, die ehemalige Sprecherin der Partei, entfaltet in ihrem Buch Krieg, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun: Die Grünen, das binnen drei Wochen schon die dritte Auflage erreicht hat, eine Enzyklopädie des intriganten Mitläufertums. In ihr ist en détail nachzulesen, wie die Partei und ihre FührerInnen mit List und Tücke die Atomkraftwerke am Laufen gehalten, Deutschland in seine Kriege geführt, die Armen degradiert und damit die Herzen des Mittelstands erobert haben.


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Willi Winkler: Der Schattenmann. Von Goebbels zu Carlos: Das mysteriöse Leben des Francois Genoud

Ein Nazi? Auf jeden Fall. Und für alle Fälle: François Genoud, Bankier, Nachlaßverwalter des »Dritten Reiches«, glühender Antisemit und Finanzier des »Weltkriegs gegen den Zionismus«: Er verehrte Hitler, Goebbels, Bormann und machte zu viel Geld, was er nach 1945 aus ihren Nachlässen sich unter den Nagel reißen konnte (Tischgespräche, Reden, Tagebücher). Genoud förderte und beriet die algerische Befreiungsbewegung (FNL), er gründete (arabische) Banken und organisierte die Verteidigung der NS-Massenmörder Eichmann und Barbie. Er unterstützte den Mufti von Jerusalem, die palästinensische Terrorgruppe PFLP, die IRA und die Japanische Rote Armee. Er wirkte an Flugzeugentführungen und Erpressungen mit und lieferte diversen europäischen Geheimdiensten nützliche Informationen. Und er versorgte den Terrorsöldner Carlos mit deutscher Marschmusik. Genouds Geschichte ist unglaublich. Aber wahr. Willi Winkler hat sie in seinem Buch Der Schattenmann. Von Goebbels zu Carlos: Das mysteriöse Leben des François Genoud erzählt.


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Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes, Moshe Zimmermann: Das Amt und die Vergangenheit

Gift und Galle

verspritzt Hans Mommsen, der letzte Sproß einer nationalen Historikerdynastie, wenn ihn der Staatssender Deutschlandfunk nach dem Resultat fragt, zu dem die vier Historiker, die das Auswärtige Amt und seine NS-Geschichte erforschten, gekommen sind: daß das AA am Holocaust in allen Phasen aktiv beteiligt und also »eine verbrecherische Organisation« (Eckart Conze) gewesen sei. Wäre der Auftrag an Mommsen gegangen, hätten sich die braunen Diplomaten – wie in Mommsens Rechtfertigungsschrift des Volkswagen-Werks dessen Manager – als von Hitler vergewaltigte Opfer wiedergefunden. Wer am Beispiel des vornehmen Auswärtigen Dienstes erfahren will, mit welcher Frechheit die Verbrecher nach ihrer Tat bis gestern auftreten konnten, lese die große Studie über Das Amt und seine Vergangenheit.


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Marc Thörner: Afghanistan-Code

»Taliban steinigen Paar nahe Bundeswehrlager wegen unsittlichen Verhaltens«, meldet »Spiegel online« Mitte August. Was Wunder in einem Land, das »von einer korruptionsfreien Demokratie nach Westminster-Modell sehr weit entfernt« und auf dem Weg einer »Machtteilung mit jenen Kräften« ist, »von denen ein früherer US-Präsident mal gesagt hat, sie seien das Böse schlechthin, das vernichtet werden müsse« (Jürgen Trittin). Und das soll der Lohn des neunjährigen Kriegs des Westens gegen den Terror in Afghanistan sein? Wie dieser Krieg funktioniert und welche Folgen er hat, hat der Journalist Marc Thörner im Kriegsgebiet recherchiert. Sein Ergebnis: Die eigennützige Zusammenarbeit der Antiterrorkrieger mit den autoritären Machthabern vor Ort fördert den islamischen Extremismus.


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Klaus Steiniger: Angela Davis. Eine Frau schreibt Geschichte

»Free Angela«, hieß die Kampagne, die Anfang der siebziger Jahre um Solidarität mit Angela Davis warb, der schwarzen Philosophin und Kommunistin aus Birmingham, Alabama. FBI und US-Justiz hatten sie mit fingierten Beweisen ins Gefängnis gebracht und zum Opfer einer Mordanklage gemacht. Bis sich 1972 vor Gericht ihre Unschuld herausstellte, hatten Millionen Menschen überall auf der Welt für Angela Davis demonstriert, gespendet, Kongresse veranstaltet oder Lieder geschrieben, John Lennon etwa oder die Rolling Stones und Franz-Josef Degenhardt. Für die DDR, deren Kinder damals per Postkarte Millionen gemalte Rosen schickten, hatte der Journalist Klaus Steiniger vom Prozeß berichtet.


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Gregor Mayer, Bernhard Odenahl: Aufmarsch. Die rechte Gefahr aus Osteuropa

»Heil Hitler, unser Weg ist der Weg des Terrors«,

heißt es in einem Aufruf tschechischer Neonazis. Dieser Terror hat in den ehemals sozialistischen Staaten Zentral- und Osteuropas bereits Dutzende Menschenleben gekostet – vor allem unter den Roma, denen, neben Juden und Schwulen, der besondere Haß der Nazis gilt. Gregor Mayer und Bernhard Odehnal beleuchten in ihrem Buch die Organisationsstrukturen und Aktivitäten neonazistischer Gruppen und rechtsradikaler Parteien in Ungarn, Tschechien, Kroatien, Serbien, Bulgarien und der Slowakei und beschreiben ihre zunehmende Popularität.


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Gerhard Feldbauer: Der Heilige Vater

Auf Teufel komm raus

führt Joseph Ratzinger seine Kirche nach rechts und ins mittelalterliche Dunkel: das Urteil gegen Galileo Galilei war »in Ordnung«, die »Heilige Inquisition« eine »rationelle Veranstaltung«, die faschistischen Putschisten in Spanien sind »selig«. Auch Berlusconi und die Piusbrüder mag dieser Papst. Gerhard Feldbauers Buch zeichnet Ratzingers heiliges Rollback gegen Aufklärung und irdische Emanzipation des Menschen nach.



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Curt Geyer, Walter Loeb u.a.: Fight for Freedom

»Das andere Deutschland«

gibt es nicht. Es gibt Deutsche. Und es gibt einige Menschen, die zufällig auch hier leben.  Die Legende vom »anderen Deutschland« soll ein Jahrhundert deutscher Kriege und Verbrechen irgendwelchen Bösewichtern anhängen und Reklame dafür machen, daß die große Mehrheit der Deutschen ganz anders, nämlich edel, hilfreich und gut sei. Curt Geyer, Walter Loeb und die Gruppe »Fight for Freedom« haben diese Lebenslüge schon vor siebzig Jahren im englischen Exil enttarnt. Ihre Texte sind jetzt erstmals auf Deutsch erschienen.


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Klaus Körner: 'Wir zwei betreiben ein Compagniegeschäft'

»Compagnie Marx & Engels«

nannten die beiden Denker ihre Zusammenarbeit, die den Lauf der Weltgeschichte anderthalb Jahrhunderte lang mehr veränderte als jeder andere Philosoph. Der Hamburger Historiker Klaus Körner zeigt in seiner »originellen Doppelbiographie auf teils anrührende Weise, wie eng die Einheit von Freundschaft, theoretischem Denken und politischen Kämpfen war, in der die grundverschiedenen Charaktere Marx und Engels ihr gemeinsames Werk geschaffen haben« (Deutschlandfunk).


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Alexander Bahar: Folter im 21. Jahrhundert. Auf dem Weg in ein neues Mittelalter

CIA und Lafontaine

Sind sich nicht immer grün. Ein bißchen Folter aber finden beide ganz in Ordnung, wenn man herauskriegen will, was Bin Laden plant oder wo ein entführtes Kind versteckt ist. Geht es um Leben und Tod, halten immer mehr Politiker, Juristen und Journalisten »verschärfte Vernehmungsmethoden« sogar für geboten. »Die schleichende bis offene Aufweichung des Folterverbots, wie sie spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in der westlichen Welt festzustellen ist, kann als eine Art Indikator für den generellen Zerfall der Demokratie gelten«, schreibt Alexander Bahar in seiner Studie Folter im 21. Jahrhundert. Auf dem Weg in ein neues Mittelalter.


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KONKRET & friends (DVD) + 

Das sehr gemischte Doppel (DVD)

Nie im Fernsehen, nur bei uns

Mit diesem Versprechen verzauberte die Hamburger Varieté-Bühne Hansa Theater in den Sechzigern und Siebzigern das Publikum. Heute spielt, hundert Meter weiter östlich, das Polittbüro auf. Dort wurde Ende 2004 mit Freunden und Autoren der Zeitschrift der 30. Geburtstag von Gremlizas konkret gefeiert. Begleitet von einer hinreißenden Lisa Politt sprachen, spielten und sangen Thomas Ebermann, Dieter Glawischnig, Gerhard Henschel, Ernst Kahl, Dietmar Mues, Fanny Müller, Harry Rowohlt, Gunter Schmidt, Kay Sokolowsky, Horst Tomayer und Rainer Trampert. Und ganz zum Schluß sang Gremliza. Das alles ist jetzt zu sehen und zu hören auf der DVD "KONKRET and friends".

Das sehr gemischte Doppel: Hermann Gremliza, seit 1974 Herausgeber der Monatszeitschrift KONKRET, liest, was er dort schreibt: die Wahrheit über die Welt und solche, die in allzu freier Rede ihren Senf dazu beitragen. Horst Tomayer, Schauspieler und Dichter - einer der letzten von Rang, der deshalb noch ohne Buchhandelspreis ist -, liest (und singt) aus seinem Oeuvre, das er u.a. monatlich für Konkret produziert hat.


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Shlomo Venezia: Meine Arbeit im Sonderkommando Auschwitz

Das Leben ist schön

Als Roberto Benigni seinen Film über das Überleben im KZ drehte, fand er einen Berater, der das Überleben erlebt hatte: Shlomo Venezia, geboren in Saloniki, mit seiner Familie 1944 nach Auschwitz deportiert und zu einem Sonderkommando eingeteilt, das die Gaskammern zu füllen, zu leeren und zu reinigen hatte. Fast alle Mitglieder dieser Kommandos wurden von den Deutschen als gefährliche Zeugen kurz vor Kriegsende liquidiert. Shlomo Venezia konnte entkommen und legt nun Zeugnis ab.


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Mexican Boleros 1927-1957

Es ist die Musik, zu der sich Millionen Lateinamerikaner verliebten und vergnügten: der mexikanische Bolero. Seinen Aufstieg erlebte er in den Bordellen von Mexiko-Stadt, seine Glanzzeit waren die Dreißigerjahre, als die wunderschönen Schnulzen den gesamten Kontinent eroberten. Ob im Amazonas, der argentinischen Pampa oder in den Konzertsälen New Yorks - überall huldigte man dem Bolero. Dennoch waren die Boleroschnulzen nie Massenware, sondern Kompositionen wie geschliffene Diamanten: deliziös, raffiniert, abgründig. Erstmals liegen jetzt die legendären mexikanischen Schellackaufnahmen dieser Jahre vor: die verruchten Schlager des Komponisten Agustín Lara, die Hymnen der "tropischen Königin" Toña La Negra, die genialen Falsett-Kunstwerke des Gitarrentrios "Los Tres Ases" und die Lieder vieler anderer Stars. "Mexican Boleros" ist eine Soundreise durch die Tanzpaläste und Kabaretts des genusssüchtigen Mexikos der Dreißigerjahre, ein Spaziergang durch die Gefühlswelt von Machos, Masochisten und Liebeswahnsinnigen. (Ankündigungstext Trikont)


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Mike Davis: Planet der Slums

In der Printausgabe konnten wir das Buch Planet der Slums nicht abbilden, das auf Platz 6 des Sachbuch-Bestenliste des "Börsenblatts" steht. Es schildert eine "Kopernikanische Wende" der menschlichen Siedlungsgeschichte: Mehr als eine Milliarde Menschen leben in Armut, im Schmutz der Müllhalden, ohne (sauberes) Wasser, ohne Toiletten, ohne Gesundheits- oder Sozialversorgung, in den Megaslums des "Südens" treffen die sozialen Fronten der Globalisierung in radikaler Weise aufeinander. Am 9. Mai 2007 wurde der Verlag Assoziation A, in dem das viel diskutierte Buch erscheint, im Rahmen der "Razzia gegen die linke Szene" durchsucht. Zu den Unterlagen, die Schäubles Bullen dort beschlagnahmten und abtransportierten, gehörte die Druckvorlage für den Buchtitel, der im Heft abgebildet werden sollte.


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Hermann L. Gremliza: Drei Damen - Wie Hannelore Kohl die Russen bezauberte/Was Gabriele Henkel alles mit der Hand macht/Frau Schwarzer ihr Haus seine Lieblingswurst


Wie Hannelore Kohl die Russen bezauberte, was Gabriele Henkel alles mit der Hand macht und alles über Frau Schwarzer ihr Haus seine Lieblingswurst erfahren Sie aus diesem Kompendium der Sprachkritik.





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Hermann L. Gremliza: Dichter & Prawda. Hermann L. Gremliza zum 50. Geburtstag

gebunden, 190 Seiten, nebst einer sehr kurzen Kurzbiographie Hermann L. Gremlizas

Der Sympathisantenkreis von konkret gratulierte dem konkret-Herausgeber zum Fünfzigsten:

Altenburg, Bernstein, Chotjewitz, Degenhardt, Diederichsen, Dormagen, Ebermann, Fuchs, Fülberth, Hacks, Heinrichs, Henscheid, Herburger, Höpcke, Holz, Hrdlicka, Hübotter, Jelinek, Jipp, Kahl, Kant, Klein, Krämer, Leyrer, Mandel, Meinhof, Moneta, Neumann, Pawek, Piwitt, Pohrt, Reemtsma, Scharang, Sigusch, Tim, Tomayer, Turrini, Venske, Vollmer, Zeuner


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Rena Tangens & padeluun: Schwarzbuch Datenschutz

Armer Erich Mielke!

Hunderttausende offizieller und inoffizieller Mitarbeiter mußte er ausschicken, ungezählte Arbeiter und Bauern ausfragen und Millionen Tonbänder abschreiben lassen, um doch nicht einen Bruchteil dessen zu erfahren, was Deutschlands Datensammler heute auf Knopfdruck abrufen können: Konsumprofile, Krankengeschichten, Geldnöte, Reisewege. Das Schwarzbuch Datenschutz versammelt alle geplanten und bereits unternommenen Anschläge von Politik, Staat und Wirtschaft auf die Privatsphäre der Bürger und stellt die übelsten Datensammler vor: vom Bundeskriminalamt über die Bundesagentur für Arbeit, die Gebühreneinzugszentrale GEZ bis zu Lidl, Tchibo und der Metro.


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Petr Ginz: Prager Tagebuch 1941-1942

Petr Ginz war 14 Jahre alt, als er ins KZ Theresienstadt gebracht, und 16 Jahre alt, als er 1944 in Auschwitz ermordet wurde. In dem von der Wehrmacht, der SS und den Sudetendeutschen terrorisierten Prag hat er als Dreizehn- und Vierzehnjähriger ein Tagebuch geführt, das nun zum ersten Mal auf deutsch erscheint.



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Gabriele Rollnik/Daniel Dubbe: Keine Angst vor niemand

Life less ordinary

Zusammen haben sie Steine auf die Schweine geworfen und Ho-ho-ho-chi-minh gerufen. Die einen sind im Knast verreckt, die andern lungern am kalten Buffet des Bundespresseballs. Die einen haben an Frankfurter Bullen geübt, wie sie es dereinst mit Serben und anderen Feinden ihres Vaterlands halten wollten. Wie eine der anderen, die mehr gewollt hat, als mit "realitätsgerechter Empörung ... dem Betrieb eine neue Idee zuzuführen" (Adorno), damals, im Untergrund, und später gelebt hat, erzählt Gabriele Rollnik, Mitglied der "Bewegung 2. Juni", die den CDU-Politiker Lorenz entführt und 15 Jahre hinter Gittern verbracht hat.


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Avi Primor: Terror als Vorwand

Kennen Sie den?

Arafat empfängt einen europäischen Diplomaten: "Ich würde nicht ausschließen, daß die Europäer auch in Palästina, wie schon in Jugoslawien, den ersten Schritt machen müssen. Auch dort zogen amerikanische Truppen erst ein, nachdem die Europäer sich engagiert hatten." - "Meinen Sie", so der Besucher, "daß die Europäer Truppen gegen Israel schicken sollen? An wen denken Sie, an die Bundeswehr?" - Arafat antwortet: "Ihr solltet es überlegen. Das ist der einzige Ausweg."

Das ist gar nicht komisch? Es ist auch kein Witz. Sondern eine der detaillierten Informationen über die Situation im Nahen Osten nach dem 11.9., die der ehemalige Botschafter Israels in Deutschland, Avi Primor, in seinem Buch Terror als Vorwand. Die Sprache der Gewalt beschreibt.


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Tahar Ben Yelloun: Papa, was ist ein Fremder?

«Papa, was ist ein Fremder? Wieso haben manche Menschen schwarze Haut und andere Menschen weiße Haut? Sind Ausländer anders als wir? Ist Rassismus normal? Könnte auch ich zu einer Rassistin werden? Was können wir denn tun, damit die Menschen einander nicht hassen, sondern gern haben?» Diese und andere schwierige Fragen stellt die zehnjährige Mérièm ihrem Vater, dem berühmten französisch-maghrebinischen Schriftsteller Tahar Ben Jelloun. Und der Vater erklärt der Tochter in einem einfachen und anschaulichen Gespräch, wie Fremdenfeindlichkeit und Rassismus entstehen und welche Folgen sie haben: wie Vorurteile in Diskriminierungen münden können; wann Rassismus und Kolonialismus zu Sklaverei und Völkermord geführt haben; aber auch, daß niemand als Rassist geboren, sondern erst durch die Verhältnisse dazu gemacht wird. (Klappentext)


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Oskar Lafontaine: Das Herz schlägt links

Vom Mannheimer Parteitag 1995, als er den glücklosen Rudolf Scharping im SPD-Vorsitz ablöste, bis zum unheimlichen Abgang nach 136 Tagen aus der Regierung Schröder - Oskar Lafontaine berichtet erstmals über die inhaltlichen und persönlichen Kämpfe in Partei und Regierung und schildert die Gründe, die im März 1999 zu seinem Rücktritt als Parteivorsitzender und Finanzminister führten. (Klappentext)

 


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Otto Köhler: Rudolf Augstein - Ein Leben für Deutschland

Einerseits trat Augstein in den Affären der jungen Bundesrepublik als "Sturmgeschütz der Demokratie" auf, andererseits bediente er sich beim Aufbau seines Nachrichtenmagazins bewährter NS-Propagandisten: Jeden anderen als den "Spiegel"-Gründer hätten solche Widersprüche zerrissen. Zum ersten Mal wirft jetzt Otto Köhler, langjähriger Kolumnist des "Spiegel" und kritischer Weggefährte Augsteins, einen Blick auf das Innenleben dieses "Journalisten des Jahrhunderts". Hinter der Legende und hinter Augsteins vielen Gestalten - Medienmacher, Manager, Meinungsführer - wird hier der Mensch sichtbar. (Klappentext)


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Hans Sarkowicz/Alf Mentzer: Literatur in Nazi-Deutschland

Wer wissen will, welche Autoren im "Dritten Reich" geschrieben haben und welche Werke verlegt wurden, darf sich nicht auf den Zeitraum 1933- 1945 und auf die "offiziellen", "repräsentativen" Schriftsteller und Dichter des Nationalsozialismus beschränken, sondern muss die gesamte Literatur in Nazi- Deutschland in Betracht ziehen. 

Hans Sarkowicz' und Alf Mentzers biografisches Lexikon deckt als erstes das gesamte Spektrum von Paul Alverdes bis Stefan Zweig ab und liefert somit ein überfälliges, für jeden literarisch und historisch Interessierten unverzichtbares Nachschlagewerk. (Klappentext)